Berlin, 31. Januar 2014 – Die Universitätsstadt Jena ist mit etwa 106.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Thüringens und steht mit Namen wie Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott für herausragende Geistesgrößen und gleichzeitig erfolgreiche Unternehmer im Bereich der Optik und Glasverarbeitung. Jena geht den Weg in eine regenerative Zukunft gemeinsam mit den Gemeinden im Umland und mit den Bürgern vor Ort. Über eine Energiegenossenschaft können sich die Bürgerinnen und Bürger auch an den Jenaer Stadtwerken beteiligen und sich für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien vor Ort einsetzen. Für ihr Engagement ist Jena heute als „Energie-Kommune“ ausgezeichnet worden.
„Unsere Stadtwerke sind für die Herausforderungen der Energiewende auf vielen Ebenen gut vorbereitet“, berichtet Oberbürgermeister Albrecht Schröter. „Seit 2011 versorgen die Stadtwerke die Bürgerinnen und Bürger mit einem Strommix ohne Kernkraft, seit Sommer 2013 ausschließlich mit grünem Strom aus Wasserkraft. Auch Ökogas und Fernwärme gehört zum Produktangebot. Zusätzlich können sich die Menschen vor Ort über eine Energiegenossenschaft an den Stadtwerken beteiligen.“
Für die Beteiligung an den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck sollen mehr als acht Millionen Euro eingesammelt werden. Derzeit sind es knapp 7,5 Millionen. Ein Anteil kostet 500 Euro und verspricht mit einem Zinssatz von vier Prozent eine interessante Anlage. Über die Beteiligung an den Stadtwerken verspricht sich die Energiegenossenschaft außerdem eine Bürgerstimme bei der Ausrichtung der Unternehmenspolitik. „Ziel der Energiegenossenschaft ist es, die Initiative der Stadtwerke beim Ausbau der Erneuerbaren Energien zu verstärken und die Energiewende vor Ort erlebbar zu gestalten“, berichtet Oberbürgermeister Schröter. „Außerdem soll die regionale Energieerzeugung intensiviert und mit dem regionalen Verbrauch zusammengebracht werden.“
Die Verbindung von regionaler Erzeugung und regionalem Verbrauch versuchen die Jenaer Stadtwerke bereits in vielen verschiedenen Projekten umzusetzen. Für das Wärmenetz werden zunehmend regionale Potenziale nutzbar gemacht. „Nur mit der Akzeptanz der Projekte vor Ort und der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wird die Energiewende ihre dynamische Entwicklung beibehalten“, ist Oberbürgermeister Schröter überzeugt.
„Das Beispiel Jena zeigt, dass Stadtwerke gut beraten sind, das Engagement der Bürgerinnen und Bürger für die Energiewende zu unterstützen“, sagt Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE).
Einen ausführlichen Bericht zu Jena finden Sie auf dem AEE-Infoportal:www.kommunal-erneuerbar.de





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