Ein Jahr nach Inkrafttreten des Solarpakets I zeigt der Ausbau von Solarenergie auf Deutschlands öffentlichen Dächern ein gemischtes Bild. Während der private Solarausbau boomt, sinkt der prozentuale Anteil von Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden am Gesamtbestand bundesweit auf 0,9 Prozent – ein leichter Rückgang zum Vorjahr (1,1 Prozent). Die Analyse basiert auf aktuellen Daten des Marktstammdatenregisters und verdeutlicht, welche Städte ihre Hausaufgaben gemacht haben und wo noch Potenzial ungenutzt bleibt. Maßgeblich für das Ranking ist der Anteil, den die Anlagen auf kommunalen Dächern an allen Solaranlagen einer Stadt ausmachen.
- Offenbach auf Platz 1: Die hessische Stadt siegt vor Tübingen und Böblingen.
- Aufsteiger des Jahres: Neuss (NRW) hat seinen Bestand an Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden mehr als verdoppelt.
- Metropolen-Vergleich: Stuttgart nutzt seine öffentlichen Dächer am effizientesten, während Berlin (106) bei der absoluten Zahl neuer Anlagen führt.
- Bundesländer-Vergleich: Berlin verteidigt seine Spitzenposition (1,26 %) vor Baden-Württemberg. Brandenburg (0,47 %) bildet Schlusslicht.
Die Spitzenreiter 2025: Der Süden dominiert das Ranking
An der Spitze des diesjährigen Rankings steht Offenbach. Mit einem Anteil von 3,07 % an Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden sichert sich die hessische Stadt den ersten Platz. Dicht dahinter folgen die baden-württembergischen Städte Tübingen (2,8 %) und Böblingen (2,76 %), die ihre starke Position aus dem Vorjahr bestätigen. Bemerkenswert: Die Top 10 werden fast ausschließlich von Städten aus Baden-Württemberg und Hessen belegt.
Aufsteiger des Jahres: Neuss startet beeindruckende Aufholjagd
Ein Paradebeispiel für eine erfolgreiche Aufholjagd ist Neuss in Nordrhein-Westfalen. Zählte die Stadt 2024 noch zu den Schlusslichtern, konnte sie ihren Bestand an öffentlichen Solaranlagen mehr als verdoppeln und 30 neue Installationen in Betrieb nehmen – ein starkes Signal und der größte Sprung nach vorn im Ranking.
Berlin bleibt bei Bundesländern vorn, Brandenburg hat noch Potenzial
Ein Blick auf die Bundesländerebene zeigt, dass die Stadtstaaten eine starke Position einnehmen. Berlin verteidigt mit einem Anteil von 1,26 % an Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden souverän seine Spitzenposition. Dicht dahinter folgen Baden-Württemberg (1,24 %) und Hessen (1,17 %). Am anderen Ende der Tabelle hat sich die Lage verfestigt: Brandenburg bleibt mit nur 0,47 % das Schlusslicht.
Privater Boom lässt öffentlichen Anteil sinken
Dass der prozentuale Anteil von Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden insgesamt sinkt, ist paradoxerweise auch ein gutes Zeichen: Der private Ausbau schreitet in einem Tempo voran, mit dem viele Kommunen nicht mithalten. Das Potenzial auf kommunalen Dächern wird also nicht überall ausgeschöpft. So bilden Grevenbroich und Pulheim in NRW mit einem Anteil von jeweils nur 0,21 Prozent die Schlusslichter. Hier zeigt sich, dass trotz eines positiven Gesamttrends die öffentliche Hand nachziehen muss, um ihre Vorbildfunktion zu erfüllen.
Die vollständige Studie mit allen Daten unter:
https://www.viessmann-climatesolutions.com/de/nachhaltigkeit/solarenergie-oeffentliche-gebaeude-2025.html





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