18. März 2020 – Alstom hat seinen Brennstoffzellenzug Coradia iLint zehn Tage lang auf der 65 Kilometer langen Strecke zwischen Groningen und Leeuwarden in der niederländischen Provinz Groningen getestet. Die Tests folgten direkt auf den 18-monatigen erfolgreichen Fahrgastbetrieb auf der Strecke Buxtehude-Bremervörde-Bremerhaven-Cuxhaven. Mit den jüngsten Tests sind die Niederlande das zweite Land in Europa, in dem sich der Zug als einzigartige emissionsfreie Lösung für nicht-elektrifizierte Bahnstrecken bewährt hat. In Deutschland hat Alstom bereits 41 Coradia iLints verkauft.
Im Oktober vergangenen Jahres hatten Alstom, die Provinz Groningen, der lokale Bahnbetreiber Arriva, das niederländische Bahninfrastrukturunternehmen ProRail sowie der Energieversorger Engie ein Pilotprojekt vereinbart, um den Coradia iLint, den weltweit ersten Personenzug mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb, in den Niederlanden zu testen. Das niederländische Eisenbahnnetz umfasst knapp 700 Kilometer nicht-elektrifizierte Strecken, auf denen derzeit täglich etwa 100 Dieselzüge verkehren.
Die Testreihe im Norden der Niederlande wurde nachts mit einer Geschwindigkeit von bis zu 140 km/h ohne Fahrgäste durchgeführt. Zur Betankung des Coradia iLint mit vollständig grünem, nachhaltig produziertem Wasserstoff errichtete Engie eine mobile Tankstelle. Die Testleitung lag beim Prüf- und Zertifizierungsunternehmen DEKRA.
„Die Tests in den Niederlanden haben einmal mehr die hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit unseres Wasserstoffzugs unter Beweis gestellt“, sagt Jörg Nikutta, Sprecher der Geschäftsführung von Alstom in Deutschland und Österreich. „Bei gleicher Leistungsfähigkeit wie herkömmliche Regionalzüge punktet der Coradia iLint mit geringer Lärmbelastung und null Emissionen. Zudem lässt sich der Wasserstoffzug einfach in die vorhandene Fahrzeugflotte integrieren und erfüllt alle Sicherheitsvorschriften. Mit dem zuverlässigen und emissionsfreien Coradia iLint reisen wir in ein kohlenstoffneutrales Europa.“
Der Coradia iLint ist der weltweit erste Personen-Regionalzug, der mit Brennstoffzellen zur Umwandlung von Wasserstoff und Sauerstoff in Elektrizität in Betrieb genommen wurde. So werden antriebsbedingte Schadstoffemissionen vermieden. Der Zug ist geräuscharm und stößt nur Wasser aus. Er wurde speziell für den Einsatz auf nicht-elektrifizierten Strecken entwickelt und bietet einen sauberen, nachhaltigen Antrieb ohne Leistungseinbußen. Er hat eine Reichweite von etwa 1000 Kilometern, die der von Dieseltriebwagen gleicher Größe entspricht. Der Zug wird von den Alstom-Teams in Salzgitter (Deutschland) und Tarbes (Frankreich) entwickelt und gebaut.
Weitere Informationen und Fotos zum Coradia iLint finden Sie hier.
Über Alstom
In Deutschland bietet Alstom innovative Lösungen für nachhaltige Mobilität und ist einer der führenden Anbieter von Bahntechnik für U-Bahnen, S-Bahnen, Straßenbahnen, Regionalzüge, Lokomotiven und Signaltechnik. Unsere Züge fahren deutschlandweit zwischen Schleswig-Holstein und Bayern. Mehr als 70% der in Deutschland verkehrenden Hochgeschwindigkeitszüge sind mit ETCS-Signaltechniklösungen von Alstom ausgestattet. In Niedersachsen baut Alstom den weltweit ersten brennstoffzellenbetriebenen, rundum emissionsfreien Regionalzug Coradia iLint in Serie. Alstom ist Deutschlands einziger Hersteller von Infrastruktur-, Signal- und digitalen Mobilitätslösungen, der Wartung, Service und Modernisierung aller Nahverkehrszüge und deren Komponenten für Baureihen aller Hersteller sowie Informationssysteme anbietet. Das Unternehmen beschäftigt 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 6 Standorten in Deutschland.





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