Appell: Namhafte Energiewissenschaftler fordern von der Regierung sofortige und grundsätzliche Änderungen beim EEG. Der starke Ausbau der Photovoltaik bringt ihrer Meinung nach das gesamte Fördersystem ins Wanken.
Patente in China: Solarworld erhebt schwere Vorwürfe gegen die chinesischen Photovoltaikhersteller Solarfun und Suntech. Die Unternehmen sollen Patentrechte des japanischen Konzerns Shin-Etsu verletzen und sich so Wettbewerbsvorteile verschaffen. Damit steigerten sie den Wirkungsgrad einer Zelle um durchschnittlich ein halbes Prozent.
Frostig: Laune und Erwartungen der meisten Solarteure haben sich zum Jahresende weiter verschlechtert. Schuld ist der typische Winterblues, aber auch die Diskussion um weitere Kürzungen der Solarförderung.
Photovoltaik Global 30: Passend zu den frostigen Temperaturen haben viele Investoren kalte Füße bekommen. Der Branchenindex gab erneut nach.
Verkaufsförderung: Lange Zeit war Marketing für kleinere Installationsbetriebe und Projektierer nicht besonders wichtig – die Geschäfte liefen auch so. Doch seit einiger Zeit buhlen mehr und mehr Betriebe systematisch um Kunden. Die neue photovoltaik-Serie erklärt die wichtigsten Bausteine von der Kundengewinnung bis zum Vertragsabschluss, Teil 1: Werbung.
Kanada: Die kanadische Provinz Ontario gilt mit ihrer Einspeisevergütung als das Zugpferd des nordamerikanischen Photovoltaikmarktes. Da die Wertschöpfung in der Provinz gehalten werden soll, siedelten sich innerhalb weniger Monate dutzende von Firmen vor Ort an. Offen ist allerdings, wie lange sich die hohen Subventionen halten lassen und ob der Hochpreismarkt auf Dauer wettbewerbsfähig ist.
Montageroboter: Erstmals hat sich der Assembly Robot von Gehrlicher im realen Einsatz bewährt und 450 Großmodule montiert. Dabei musste er mit extremer Kälte kämpfen und kam anfangs ins Stottern. Später schaffte er an einem Tag 148 Module. Der Robotereinsatz könnte Großmodulen zum Durchbruch verhelfen und Solarparks bedeutend billiger machen.
Wechselrichter: Eigentlich müssten Wechselrichter, die in das Mittelspannungsnetz einspeisen, seit letztem Juli gemäß der Mittelspannungsrichtlinie zertifiziert sein. Ein Besuch im neuen Megawattlabor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE zeigt, dass noch einige Zeit ins Land gehen wird, bis die Zertifikate Standard werden.
Mittelspannungsrichtlinie: Da bisher kein Wechselrichterhersteller seine Geräte umfassend dafür zertifizieren konnte, wurde die Frist dafür auf nächsten April verschoben (siehe Artikel Seite 60). Hans-Georg Schweikardt, Leiter des Produktmanagements bei Sputnik, erklärt die Schwierigkeiten und warum sein Unternehmen die nächste Frist voraussichtlich halten wird.
Schneegefahr: In den Mittelgebirgsregionen spitzt sich die Diskussion um die Gefahr zu, die bei Schneefall von Photovoltaikanlagen ausgeht. Ein Freudenstädter Prüfstatiker hat die Nase voll und genehmigt gar keine Anlagen mehr. In anderen Landkreisen arrangiert man sich dagegen damit, dass Schnee auf den glatten Moduloberflächen leicht ins Rutschen gerät.