Messereporter: Erneut hat die photovoltaik-Redaktion Experten und Praktiker engagiert, die über ihre ganz persönlichen Eindrücke von der Intersolar Europe in München berichten sollten. Herausgekommen sind viele lesenswerte Blogbeiträge über ganz unterschiedliche Themen.
Plagiate: Es erregte Aufsehen, als auf der Intersolar der Montagesystemhersteller Schletter einem chinesischen Wettbewerber eine einstweilige Verfügung wegen Verletzung des Gebrauchsmusterschutzes überreichte. Es ging um eine mögliche Nachahmung eines Dachhakens und einer Trapezblechschelle.
Intersolar 2011: Eine Revolution hat in diesem Jahr bei den Montagesystemen nicht stattgefunden. Stattdessen zeigte sich aber das kontinuierliche Bestreben, die Montage zu vereinfachen. Einige Hersteller nutzen dazu auch die Modulrahmen mit und sparen dadurch Montageschienen ein.
Intersolar Europe 2011: Noch schneller, noch billiger, noch effizienter – die Themen bleiben, und der Fortschritt ist ungebrochen. Allerdings wurde dieses Jahr auch der Zusatznutzen wichtig, den die Photovoltaik über die reine Stromproduktion hinaus hat.
Freiflächen: Seit der Gesetzesänderung 2010 werden keine Solarparks auf Ackerflächen mehr gefördert und die Konversionsflächen sind bereits knapp. Martin Zembsch, Geschäftsführer des Projektierers Belectric, fordert die Politik nun auf, Flächen entlang von Stromtrassen für die Photovoltaik freizugeben.
Freiflächen: Vergangenes Jahr kam das Aus für die Förderung von Solaranlagen auf Ackerflächen, und viele Projektierer mussten bereits entwickelte Vorhaben auf Eis legen. Andere jedoch haben sich frühzeitig geeignete Konversionsflächen gesichert. Der Bau ist dennoch oft genug ein mühsames Geschäft.
Photovoltaik Global 30: Trotz Intersolar und deutschem Atomausstieg herrscht bei den Solaraktien nicht gerade eitel Sonnenschein. Der Branchenindex sackte deutlich ab.
In Sommerlaune: Nach dem Tiefpunkt im Mai scheint es mit der Stimmung der Solarteure nun aufwärts zu gehen. Das Konjunktur- und Geschäftsklima belebt sich.
Modulpreise: Sinkende Preise kurbeln zwar in vielen Ländern die Nachfrage an. Trotzdem könnte es noch Monate dauern, bis die weltweit hohen Lagerbestände abgebaut sind.
SEMI Brüssel: Wie kann die Photovoltaikproduktion angesichts der scharfen asiatischen Konkurrenz in Europa gehalten werden? Ein Patentrezept gibt es nicht, zeigte das jüngste SEMI-Forum in Brüssel. Notwendig sind eine verbesserte Zusammenarbeit der Branche und der Mitgliedsstaaten, eine geänderte EU-Förderpolitik und effizientere Kostenstrukturen in den Unternehmen.