See all

Encavis vereinbart erstmals gemeinsamen PPA für Photovoltaik und Windkraft

Das Hamburger Unternehmen wird den spanischen Energieversorger Visalia über dreieinhalb Jahre mit jährlich 60 Gigawattstunden erneuerbarem Strom beliefern. Die Elektrizität stammt aus zwei Solar- und drei Windparks mit insgesamt 199 Megawatt Leistung. Durch die Kombination der Erzeugungsprofile soll eine gleichmäßigere Stromversorgung möglich werden.
Durch die Kombination beider Technologien sollen sich die unterschiedlichen Erzeugungsprofile ergänzen. | Foto: Encavis

Encavis hat mit dem spanischen Energieunternehmen Visalia seinen ersten hybriden Stromabnahmevertrag (PPA) geschlossen, der Photovoltaik und Windenergie kombiniert. Der Vertrag umfasst eine jährliche Liefermenge von 60 Gigawattstunden und läuft über dreieinhalb Jahre. Insgesamt sollen damit rund 210 Gigawattstunden erneuerbarer Strom geliefert werden.

Der Strom stammt aus dem Aragón-Portfolio von Encavis nahe Zaragoza, das aus zwei Solarparks und drei Windparks mit einer Gesamtleistung von 199 Megawatt besteht. Durch die Kombination beider Technologien sollen sich die unterschiedlichen Erzeugungsprofile ergänzen: Während Photovoltaik-Anlagen tagsüber Strom liefern, kann Windenergie auch nachts und zu anderen Jahreszeiten zur Versorgung beitragen. Visalia will den Strom zur Versorgung seiner Privat- und Gewerbekunden einsetzen. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben mehr als 500 dezentrale Erneuerbare-Energien-Anlagen in Spanien.

Für Encavis ist Spanien einer der wichtigsten europäischen Märkte. Das Unternehmen betreibt dort Solar- und Windparks mit einer Gesamtleistung von rund einem Gigawatt. Mit dem neuen Vertrag will Encavis seine Stromvermarktung stärker auf die Kombination unterschiedlicher Erzeugungstechnologien ausrichten.

Hybride Stromabnahmeverträge gewinnen auf dem europäischen Markt zunehmend an Bedeutung. Im September wurden europaweit drei hybride PPAs abgeschlossen, das ist nach einer Auswertung von Pexapark die bislang höchste monatliche Zahl. Dabei handelte es sich allerdings überwiegend um Kombinationen von Erzeugungsanlagen und Batteriespeichern.

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: [email protected].

Kommentare