Münchner Kirche mit Photovoltaik-Anlage und Batteriespeicher ausgestattet
Noch sind solche Projekte rar: In München ist die Auferstehungskirche in den vergangenen Wochen mit einer Photovoltaik-Dachanlage mit 65 Kilowatt Leistung und zwei Batteriespeichern mit insgesamt 59,2 Kilowattstunden Kapazität ausgestattet worden. Im ersten Schritt installierte das Team des Installationsbetriebs Neue Energie Anlagen (Neag) im Keller die Wechselrichter von Fronius und Batteriespeicher von BYD. Danach folgte die Montage der 34 Solarmodule auf der Ostseite. Auf der Westseite des Kirchendachs fanden die übrigen 96 Module Platz.
Bei den Solarmodulen wurden Ultra-Black-Module von Winaico mit jeweils 500 Watt Leistung installiert. Die untere Denkmalschutzbehörde hatte nach einem Vor-Ort-Termin auf monochrome dunkle Solarmodule ohne glänzende metallische Rahmung bestanden. Auch die Halterungen und Unterkonstruktion sollten in einem nicht glänzenden Farbton sein. Hier entschied sich die Kirche für Montagesysteme von Schletter.

„Unser Ansprechpartner bei der Denkmalschutzbehörde war sehr kooperativ und hat uns viele gute Tipps gegeben“, sagt Kirchenvorstand Georg Ledig, der das Projekt leitet. „Das gleiche gilt für das Kirchengemeindeamt und das Landeskirchenamt.“ Vor Beginn der Montage der Solarmodule segnete geschäftsführende Pfarrer Claus-Philipp Zahn die Monteure und wünschte ihnen Schutz und sicheren Tritt auf dem Dach.
Die Installation der Photovoltaik-Anlage stellte sich dabei als eine Herausforderung dar. Da die Solarmodule eine zusätzliche Last bedeuten, war im Vorfeld die Statik genau geprüft worden, zumal der Dachstuhl und die Ziegel aus dem Jahr 1931 stammen. Dabei mussten zunächst auch vor der Montage noch einige Schäden wie morsche Dachlatten behoben werden.
Die Installation von Photovoltaik-Anlage und Speicher ist Teil eines umfassenden Modernisierungs- und Klimaschutzprojekts der Münchner Auferstehungskirche. Der Solarstrom soll möglichst direkt in der Kirche sowie dem angeschlossenen Gemeindehaus, Pfarrhaus und der Mesnerwohnung genutzt werden. Überschüssiger Solarstrom wird – sofern vorhanden – ins Netz eingespeist. Zudem ist die Installation einer Großwärmepumpe aktuell in Planung, für deren Betrieb dann auch der Solarstrom genutzt werden soll. Sie soll eine ineffiziente Luftheizung ersetzen, die mit Erdgas betrieben wird.
Nicht nur auf die Klimabilanz, sondern auch auf die Energierechnung der Kirche wird sich der selbst produzierte Solarstrom positiv auswirken. So hatte die Kirche zum Beispiel für den Stromverbrauch zwischen Dezember 2023 und Januar 2025 von 34.673 Kilowattstunden für alle Gebäude und den Betrieb der Luftheizung.. Bei einem Preis von 34,35 Cent waren das rund 11.910 Euro brutto. Sobald die Wärmepumpe installiert ist, und auch deren Stromverbrauch soweit wie möglich solar gedeckt wird, reduzieren sich auch die hohen Heizkosten. Die Kosten für den Erdgas-Verbrauch liefen sich zwischen April 2024 und Ende März 2025 immerhin auf rund 29.600 Euro.
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