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Ore Energy sammelt 43 Millionen US-Dollar für die Entwicklung seines Eisen-Luft-Langzeitspeichers ein

Mit dem frischen Kapital will das niederländische Start-up seine erste großskalige Produktionsstätte in Deutschland aufbauen. Bis 2028 will es so über Fertigungskapazitäten im Gigawattstunden-Maßstab für seine Langzeitspeicher verfügen.
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Die Eisen-Luft-Speicher von Ore Energy sind in Pilotprojekten mit EDF bereits unter realen Bedingungen getestet worden. | Foto: Ore Energy

Ore Energy hat in einer Serie-A-Finanzierungsrunde insgesamt 43 Millionen US-Dollar (37,33 Millionen Euro) von Investoren erhalten. So beteiligten sich unter anderem Plural, HV Capital und Positron Ventures an der Runde. Das niederländische Unternehmen hat inklusive der jüngsten Finanzierungsrunde damit mehr als 61 Millionen US-Dollar bei Investoren eingeworben, wie es am Dienstag mitteilte.

Mit dem eingeworbenen Kapital will Ore Energy nun seine erste großskalige Produktionsstätte aufbauen, um im Jahr 2028 über eine Fertigungskapazität im Gigawattstunden-Maßstab zu verfügen und mit den Auslieferungen für die ersten kommerziellen Projekte zu beginnen. Die geplante Fabrik soll in Deutschland entstehen, den Projektunterlagen zufolge in Gelsenkirchen; ob es dieser Standort wird, stehe aber noch nicht fest, wie eine Sprecherin von Ore Energy gegenüber pv magazine erklärte*. Das Unternehmen hat für das Projekt „IronAir4Ruhr“ einen Förderzuschlag über das „STARK“-Programm vom Bundeswirtschaftsministerium erhalten. In einer Pilotfertigung sollen jährlich 246 Batterie-Skids hergestellt werden, wobei jeder Container über eine Speicherkapazität von 4,2 Megawattstunden verfügt. Insgesamt sollen 81 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf 40,43 Millionen Euro, wovon 16,17 Millionen Euro vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert werden. Die Laufzeit der Förderung ist bis Ende 2029 befristet. 

Ore Energy hat sich auf die Entwicklung der Eisen-Luft-Batterietechnologie spezialisiert und will auf dieser Basis künftig Langzeitspeicher in Europa etablieren. Die Batteriespeicher von Ore Energy sind darauf ausgelegt, Strom aus Erneuerbaren-Anlagen bis zu 100 Stunden lang zu speichern und bei Bedarf ins Netz einzuspeisen. Bei der Eisen-Luft-Technologie wird Energie durch die Oxidation und Reduktion von Eisenelektroden geliefert. Die Batteriespeicher bestehen dabei aus kostengünstigen Materialien wie Eisen, Wasser und Luft. Ore Energy verfügt über eine vollständig europäische Lieferkette für die Herstellung seiner Speicher. Das vollständig skalierbare, modulare Design biete ein Plug-and-Play-Energiespeichersystem mit 10-mal geringeren Kosten pro Einheit der Energiekapazität als Lithium-Ionen-Batterien für die Langzeitspeicherung, hieß es vom Unternehmen weiter.

Die Eisen-Luft-Batteriespeicher sind bereits in Pilotprojekten mit dem französischen Energiekonzern EDF erfolgreich unter realen Betriebsbedingungen getestet worden. Zudem habe Ore Energy bereits einen Vertrag über eine Gigawattstunde seiner Speichertechnologie mit dem niederländischen Energie- und Telekommunikationsversorger Budget Thuis geschlossen. Bis 2035 strebe das niederländische Unternehmen an, die Eisen-Luft-Speicher zur Standard-Netzinfrastruktur für Langzeit-Energiespeicher zu machen, wie es weiter hieß.

*Anmerkung der Redaktion: Wir haben den Artikel nachträglich geändert. Eine Unternehmenssprecherin wies darauf hin, dass es noch nicht final entschieden sei, ob die Fabrik am Standort Gelsenkirchen gebaut werden wird.

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