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Marktwert Solar steigt im Juni auf 6,19 Cent pro Kilowattstunde

Der durchschnittliche Spotmarktpreis stieg im Vormonat ebenfalls an, was auch an den Preisspitzen am Morgen und Abend lag, wenn Gaskraftwerke aufgrund von fehlendem Solar- und Windstrom preissetzend waren. Insgesamt gab es 155 Stunden oder 620 Viertelstunden mit negativen Strompreisen im Juni.
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Quelle: Netztransparenz.de

Der Marktwert Solar hat sich im Juni gegenüber dem Mai von 3,163 auf 6,190 Cent pro Kilowattstunde nahezu verdoppelt. Gegenüber dem Juni 2025 hat sich der Marktwert mehr als verdreifacht. Damals lag er bei nur 1,843 Cent pro Kilowattstunde und erreichte den niedrigsten Stand im Vorjahr.

Auch der durchschnittliche Spotmarktpreis erhöhte sich binnen Monatsfrist von 9,754 auf 10,952 Cent pro Kilowattstunde. Die Marktwerte für Wind an Land und auf See waren hingegen leicht rückläufig und lagen bei knapp unter 8 Cent pro Kilowattstunde, wie aus der Veröffentlichung der Übertragungsnetzbetreiber auf Netztransparenz.de hervorgeht.

Der erhöhte Spotmarktpreis ist vor allem in den Preisspitzen begründet, die vornehmlich am Morgen und Abend auftraten, wenn allgemein ein hoher Bedarf besteht, jedoch Photovoltaik-Anlagen und Windparks noch oder nicht mehr ausreichend Strom lieferten. Tagsüber waren auch im Juni viele Stunden mit Preisen um die 0 Cent pro Kilowattstunde zu beobachten. Nach den Angaben auf Netztransparenz.de gab es im Juni insgesamt 620 Viertelstunden mit negativen Strompreisen. Das entspricht 155 Stunden. Sie fielen alle in die Zeit zwischen 9 und 18 Uhr.

Die Übertragungsnetzbetreiber haben auch bereits die Daten zum EEG-Konto aktualisiert. Dabei zeigt sich, dass die Erlöse aus der Vermarktung des Stroms der EEG-Anlagen deutlich angestiegen sind und den höchsten Wert in diesem Jahr erreichten. Sie lagen mit fast 422 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch wie im Vormonat. Gleichzeitig erreichten die Ausgaben für die EEG-Zahlungen mit gut zwei Milliarden Euro ebenfalls einen Höchststand für das laufende Jahr, waren allerdings nur unwesentlich höher als im Mai.

Ende Juni lag das EEG-Konto mit rund 1,1 Milliarden Euro im Plus. Es bewegt sich seit Jahresbeginn relativ stabil in diesem Bereich. Im ersten Halbjahr sind dabei etwa 7,5 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt an die Übertragungsnetzbetreiber zur Stabilisierung des EEG-Kontos geflossen. Rund 1,3 Milliarden Euro sind mit der Vermarktung des Stroms aus den EEG-Anlagen generiert worden. Auf der Ausgabenseite ist zu sehen, dass bislang etwa 7,7 Milliarden Euro für die Förderung ausgegeben wurden.

Kommentare

Gruenstrom
1 minute ago

Sorry habe ich überlesen, aber ich finde nur den Begriff „stabil“ unpassend und wäre es nicht gut die OST-WEST Anlagen zu fördern und die Südanlagen mal etwas weniger zu beforzugen

Gruenstrom
1 minute ago

Ende Juni lag das EEG-Konto mit rund 1,1 Milliarden Euro im Plus. Es bewegt sich seit Jahresbeginn relativ stabil in diesem Bereich.

Bitte dann auch die Umbuchungen aus dem KTF erwähnen, sind es nicht 0,800 bis 1,2 Mrd. monatlich?