RWE stellt Batteriespeicher mit 220 Megawatt/235 Megawattstunden in Deutschland fertig

Der Speicher an den Standorten Hamm und Neurath soll an den Regelenergiemärkten eingesetzt werden und somit zu Netzstabilisierung beitragen. RWE plant bereits den Bau eines weiteren Batteriespeichers in Hamm.
RWE, Großspeicher, Kraftwerk, Nordrhein-Westfalen
Im Schatten seiner Kraftwerke realisiert RWE neuerdings auch große Batteriespeicher. | Foto: RWE

RWE hat in Nordrhein-Westfalen ein Batteriespeicherprojekt mit 220 Megawatt Leistung und 235 Megawattstunden Kapazität fertiggestellt. Er finde sich an den Standorten Hamm und Neurath, wobei in Hamm 140 Megawatt/151 Megawattstunden installiert sind und in Neurath 80 Megawatt/84 Megawattstunden. Das gesamte System umfasst 690 Batterieschränke mit je acht Batteriemodulen, wie RWE am Freitag mitteilte. Der Energiekonzern habe neben den Batterien auch die Netzinfrastruktur errichtet, etwa die Hochspannungs-Transformatoren, die als Bindeglied zum 110-Kilovolt-Netz fungieren.

Der Batteriespeicher soll auf verschiedenen Energiemärkten eingesetzt werden. Dazu zählen auch die Regelenergiemärkte, wodurch das System zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen wird. Nach Aussage des CEO der RWE Generation AG, Nikolaus Valerius, plant RWE bereits den Bau weiterer Batteriespeicher. Für die Standortwahl der Projekte sei neben dem Vorhandensein geeigneter Flächen auch die Nähe zu Netzanschlusspunkten von zentraler Bedeutung. Insbesondere der Standort Hamm verfüge dabei weiterhin über erhebliches Potenzial. So will RWE nach eigenen Angaben auf Flächen ihres ehemaligen Steinkohle-Kraftwerks Westfalen in Hamm-Uentrop weitere Großbatterien errichten.

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Kommentare

Jan
Feb 16, 2025

Spannend wäre ja ob die Speicher wirklich netzdienlich eingesetzt werden.

So ein batteriespeicher könnte ja auch dafür eingesetzt werden billige Windkraft einzukaufen, die aber garnicht beim Speicher ankommt, weil die Netze es nicht mit machen. In dem Fall würde der Speicher Geld verdienen und dann von RedisPatch Kohlkraftwerke versorgt.

In Summe haben wir dann vielleicht sogar noch mehr Netzentgelte zu zahlen.

Mit den aktuellen System wird es finanziell nicht belohnt, wenn man sichNetzdienlich verhält.

Bitte repariere jemand das System, sonst zahlen wir bald 10cent Netzentgelte.

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HD
Feb 20, 2025

Naja, lesen Sie die 3 Buchstaben: RWE

Was wird also passieren? Bei niedrigen/negativen Strompreisen wird die restliche Kohleenergie natürlich günstig entnommen und eingespeichert (die Kisten laufen ja weiter, auch wenn die Leistung ggf. gekappt wird (nicht zwangsläufig gedrosselt, big difference!).

„[…] geeigneter Flächen auch die Nähe zu Netzanschlusspunkten von zentraler Bedeutung […]“
Aha, hier kommt man der Sache näher.
(Fossile) Wirtschaft eben = Gewinnmaximierung, nicht Weltverbesserung oder gar CO2-Freisetzungsreduzierung.

Natürlich ist das trotzdem erstmal eine positive Nachricht. Die Logik dabei erscheint mir zwar etwas zweifelhaft, aber hey, wir haben ja noch 20 Jahre Zeit.

Sascha
Feb 16, 2025

Hoffentlich LFP…

Bernd
Feb 15, 2025

Batteriespeicher werden nur ein Teil der Lösung sein. Dieser Wahlkampfmodus nervt nur. Zurück zur Problemlösung und sinnvolle technische Weiterentwicklungen nutzen. Was soll daran schlecht sein günstig einen Kurzzeitspeicher zur Netzstabilisierung einzubinden? Alle Energieformen haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Es gilt diese sinnvoll miteinander zu kombinieren.

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Flommer
Feb 16, 2025

Was für ein Wahlkampfmodus? Meinst du RWE hat den wegen des Wahlkampfs gebaut und vor allem schon fertiggestellt? Irritiert mich die Aussage. Abgesehen davon ist einem Unternehmen wie RWE der Wahlkampf vermutlich ziemlich egal, die kennen nur eins: Profit!

Christian Barthels
Feb 15, 2025

Vor Jahren noch unbestellbar gewesen. Grün wirkt?

Bernd
Feb 15, 2025

Bitte gleich auch unterirdischen Speicher dezentral fördern und in den Zivilplan einbinden. Leider wieder notwendig.

Engelbert.Montagne
Feb 15, 2025

Kosten? Wie lange nutzbar? Entsorgung? Was kostet ein kWh denn mehr. Der Bericht sagt soviel wie ein schlechtes Foto.

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Christopher
Feb 17, 2025

Laut Pressemitteilung der RWE wurden für den Batteriespeicher im Hamm mit einer Gesamtleistung von 140 Megawatt (151 MWh) 90 Millionen Euro investiert.

https://www.rwe.com/presse/rwe-generation/2023-05-31-rwe-startet-bau-von-batteriespeicher-grossprojekt/

Dirk Schiller
Feb 16, 2025

Andreas Scholz schrieb:
„Und wenn es dann in 20 Jahren vielleicht nicht mehr gebraucht wird, werden die Batteriebestandteile recycled und wiederverwendet.“

Derzeit ist es sogar so, dass sich Batterierecycling kaum lohnt, weil die Zellen überwiegend nachgenutzt werden. Entsorgt wird da in der Tat herzlich wenig. Ist ja kein Kernkraftwerksabfall.

Anja Dörries
Feb 15, 2025

Stellen Sie die selben Fragen bei Söders Ankündigung, die 3 Atomkraftwerke wieder zu reaktorvieren?!? Dann pflichte ich Ihnen bei, nur dann !

Andreas Scholz
Feb 15, 2025

Das ist ein ganz normales wirtschaftliches Engagement eines Unternehmens. Es wird nicht vom Staat gefördert, sondern nimmt am Regelenergiemarkt teil und verdient damit Geld. Es hat keine negativen Auswirkungen auf die Stromkosten. Im besten Fall führt es sogar zu einer Senkung der Stromkosten, wenn dafür Redispatch-Maßnahmen entfallen können.

Und wenn es dann in 20 Jahren vielleicht nicht mehr gebraucht wird, werden die Batteriebestandteile recycled und wiederverwendet. Das ist ja der große Vorteil der Kombination von Wind/PV und Batteriespeichern gegenüber Atom-, Kohle oder Gaskraftwerken: Keine Emissionen, kein (jahrtausendelang strahlender) Sondermüll, keine Tagebau-Landschaftszerstörung.