Tibber-Analyse: E-Autos laden mit Smart Charging mehr als viermal günstiger als Verbrenner tanken – trotz Tankrabatt
Eine aktuelle Analyse des Ökostromanbieters Tibber hat ergeben, dass deutsche Tibber-Haushalte mit E-Auto und intelligenter Ladefunktion (Smart Charging) im Vergleich zu Dieselfahrzeugen weniger als ein Viertel der Energiekosten für 100 Kilometer Fahrt gezahlt haben. Das Unternehmen hat dafür die Ladedaten von mehr als 10.000 Kund:innen über die ersten sechs Monate des Jahres 2026 untersucht, die mit der Smart Charging-Funktion von Tibber ihre E-Autos automatisiert in den günstigsten Zeitfenstern ihres dynamischen Stromtarifs laden.
Monatlich heruntergebrochen zeigt die Analyse zudem, dass in den Monaten, in denen der Preis für Benzin und Diesel infolge der Schließung der Straße von Hormuz besonders hoch war, die Stromkosten zum Laden der E-Autos am niedrigsten ausfielen. Im April zahlten Tibber-Haushalte mit 1,43 Euro pro 100 Kilometer am wenigsten. Gleichzeitig kostete eine 100-Kilometer-Strecke für Benziner 16,66 Euro und für Diesel 15,84 Euro. Das waren auch die höchsten Preise für Verbrenner im analysierten Zeitraum. Tibber-Kund*innen konnten die höheren Preisschwankungen am Strommarkt somit für sich nutzen, um ihre Ladekosten zu senken. Im Januar fielen die Ladekosten trotz des geringsten Abstands zu den Dieselkosten immer noch um mehr als die Hälfte geringer aus.
Der zweimonatige Tankrabatt ist Ende Juni ausgelaufen, was die Brennstoffpreise im Mai und Juni leicht reduziert hat. Trotz staatlicher Stütze lag der Dieselpreis im Mai aber um den Faktor 6,6 und im Juni um das 3,5-fache höher als der Strom-Ladenpreis von Tibber-Haushalten. Die steigenden Energiekosten führen laut einer aktuellen Umfrage dazu, dass sich inzwischen jede dritte Person in Deutschland mit Verbrenner vorstellen kann, auf ein E-Auto umzusteigen.
„Unsere Daten zeigen, wie die Energiewende in der Praxis funktionieren kann: Unsere Kund:innen können durch flexibles Verhalten ihre Transportkosten um ein Vielfaches senken, gleichzeitig entlasten sie die Umwelt und das Stromnetz, indem sie Strom dann nachfragen, wenn das Angebot besonders groß ist”, sagt Wilko Klaassen, Tibber-Chef für Deutschland und die Niederlande. „Sie zeigen aber auch, was noch zu tun ist. Denn bisher hat nicht einmal jeder Zehnte Haushalt überhaupt ein Smart Meter und damit Zugang zu dynamischen Stromtarifen. Wir brauchen aber flexiblen, netzdienlichen Stromverbrauch in der Fläche für mehr Krisenresistenz.”
Beim Smart Charging legen Nutzer:innen den gewünschten Ladestand und -zeitpunkt fest und schließen ihr Auto an. Anschließend verlegt das System den Ladevorgang automatisch in die Zeitfenster mit den niedrigsten Angebotspreisen an der europäischen Strombörse EPEX. Damit E-Auto-Fahrer:innen von diesen niedrigen Ladekosten profitieren können, brauchen sie einen dynamischen Stromtarif und einen intelligenten Stromzähler (Smart Meter), um den Ladevorgang smart zu steuern. Dadurch zahlen Haushalte mit E-Auto keinen festen Preis auf die Kilowattstunde, sondern basierend auf den viertelstündlich schwankenden Preisen an der Strombörse.
Zur Datengrundlage
Untersucht wurden mehr als 10.000 Tibber-Haushalte in Deutschland von Januar bis einschließlich Juni 2026. Für die Auswertung wurde ausschließlich Ladestrom aus der in den analysierten Haushalten installierten Wallbox berücksichtigt. Diese können alle smart gesteuert werden. Bei den Verbrauchsannahmen handelt es sich um Preise des ADAC:
- E-Auto: 20 kWh/100 km (ADAC Realverbrauch inkl. Ladeverluste) | Preis: Arithmetisches Mittel (Durchschnitt) des tatsächlich geladenen Smart-Charging-Stroms über mehr als 10.000 Haushalte
- Diesel: 7,0 L/100km | Preis: ADAC-Monatsmittel
- Benzin: 7,9 L/100km | Preis: ADAC-Monatsmittel Super E10
Über TibberAls smarter Ökostromanbieter hilft Tibber seinen Kund:innen, Strom so einfach und günstig wie möglich zu nutzen. Mit einem dynamischen Tarif und einem Festpreistarif mit E-Auto-Ladebonus bietet Tibber die passende Lösung für jeden Haushalt mit flexiblem Verbrauch – transparent, ohne versteckte Kosten und vollständig digital über die Tibber App verwaltbar. Die App zeigt Verbrauch und Strompreise in Echtzeit und automatisiert Einsparungen – zum Beispiel durch intelligentes Laden von E-Autos oder Heimspeichern. Tibber wurde 2016 in Norwegen gegründet und ist heute in Deutschland, Norwegen, Schweden und den Niederlanden tätig. Wilko Klaassen ist als Senior Vice President Growth Markets verantwortlich für den deutschen und niederländischen Markt. Mehr unter: www.tibber.com.