Schnellladen ohne Netzausbau: Stadtwerke Würzburg erweitern Ladepark mit ChargePost von ADS-TEC Energy

Mit lediglich 50 kW verfügbarer Netzleistung ermöglicht der batteriegestützte ChargePost Ladeleistungen von bis zu 280 kW Zusätzliche Schnellladepunkte ohne Ausbau der vorhandenen Trafostation Lösung ist übertragbar auf viele bestehende Schnellladestandorte

Die Stadtwerke Würzburg haben an ihrem Standort Sonnleite 5 in Kist auf dem Gelände der Seniorenresidenz Kist einen ChargePost von ADS-TEC Energy in Betrieb genommen. Der ChargePost ergänzt einen bereits vorhandenen Schnelllader und schafft zwei zusätzliche öffentlich zugängliche Schnellladepunkte.

Der Standort zeigt einen typischen Engpass beim Ausbau bestehender Ladeinfrastruktur: Die vorhandene Trafostation konnte keine zusätzliche Anschlussleistung für einen weiteren konventionellen Schnelllader bereitstellen. Ein Ausbau hätte zusätzliche Investitionen, umfassende bauliche Maßnahmen sowie Planungs- und Realisierungszeit erfordert.

Stattdessen wurde die maximale Leistung des bestehenden Schnellladers von 300 auf 250 kW begrenzt. Die dadurch verfügbaren 50 kW versorgen den neuen ChargePost. Sein integrierter Batteriespeicher mit einer Kapazität von 201 kWh nimmt Energie aus dem Netz auf und stellt sie beim Laden mit deutlich höherer Leistung wieder zur Verfügung. So sind an diesem ChargePost Ladeleistungen von bis zu 280 kW möglich.

Die Nutzerinnen und Nutzer haben somit anstelle von 2 in Zukunft 4 Schnellladepunkte mit einer installierten Leistung von bis zu 530 kW zur Verfügung. Die Anschlussleistung musste dafür nicht erhöht und die bestehende Trafostation nicht ausgebaut werden.

Das Prinzip lässt sich auch auf andere bestehende Schnellladestandorte mit begrenzter Netzkapazität übertragen. Statt für zusätzliche Ladepunkte zunächst den Netzanschluss auszubauen, kann ein ChargePost vorhandene Netzleistung aufnehmen und bei Bedarf mit höherer Leistung für das Laden bereitstellen.

„Wir möchten beim Ausbau unserer Ladeinfrastruktur auch neue Wege gehen und innovative Technologien in der Praxis erproben. Der Speicherlader in Kist zeigt, wie wir bestehende Standorte trotz begrenzter Netzkapazitäten sinnvoll erweitern und Erfahrungen für zukünftige Projekte sammeln können“, erklärt Bernd Hammer, Abteilungsleiter Telekommunikation und Verkehrstechnik bei der WVV Energie.