LEW nimmt bisher größten eigenen PV-Park bei Daiting ans Netz
Der bisher größte Photovoltaik-Park der LEW ist am Netz: Die Freiflächenanlage „Am Ederhof“ westlich der Gemeinde Daiting im Landkreis Donau-Ries speist ab sofort regional erzeugten Solarstrom in das Verteilnetz ein. Mit einer Leistung von knapp 24 Megawatt peak, fast 40.000 Solarmodulen und einer Fläche von rund 22 Hektar ist der Solarpark die größte Anlage im PV-Portfolio der LEW. Pro Jahr kann sie rund 28 Gigawattstunden Ökostrom erzeugen – rechnerisch genug für den Jahresbedarf von bis zu 11.000 Haushalten. Gegenüber dem deutschen Strommix können dadurch jährlich rund 12.400 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Regionaler Solarstrom zum Festpreis sorgt für mehr Planbarkeit bei Energiekosten
Eine Besonderheit des Solarparks: Unternehmen können sich Strommengen aus der Anlage über sogenannte Power Purchase Agreements, kurz PPA, sichern. Dabei beziehen Geschäftskunden einen vertraglich vereinbarten Anteil der Stromerzeugung zu einem festgelegten Preis. So können sie ihre Energiekosten über mehrere Jahre kalkulierbarer machen und gleichzeitig ihre CO₂-Bilanz verbessern – ohne selbst in eine eigene Erzeugungsanlage investieren zu müssen.
„Gerade für Unternehmen ist Planbarkeit bei den Energiekosten ein entscheidender Faktor“, sagt Stephan Bauer vom LEW Asset Management. „Mit unseren Green Power Purchase Agreements verbinden wir drei Vorteile: Preisstabilität, Regionalität und Nachhaltigkeit. Unternehmen können auf Ökostrom aus der Region zugreifen und sich zugleich unabhängiger von kurzfristigen Preisschwankungen am Strommarkt machen.“
Kunden profitieren von PV-Parks ohne eigene Investition
Wie solche Direktlieferverträge in der Praxis funktionieren, zeigt das Beispiel der Hohenloher Molkerei: Das Unternehmen bezieht seit 2026 Solarstrom aus einem LEW-PV-Park in Bobingen. Über das PPA kann die Molkerei ihren Anteil an erneuerbarem Strom deutlich erhöhen, ohne selbst in weitere PV-Flächen investieren zu müssen. Zugleich verbessert sie ihre Klimabilanz und macht einen Teil ihrer Stromkosten langfristig besser kalkulierbar. Der Fall zeigt, wie auch mittelständische Unternehmen über regionale PV-Parks Zugang zu erneuerbarer Energie erhalten können – selbst wenn am eigenen Standort nur begrenzt Flächen für zusätzliche Photovoltaik verfügbar sind.
Kommune profitiert von lokaler Wertschöpfung und nachhaltiger Flächenentwicklung
Mit dem PV-Park in Daiting stärkt die LEW die erneuerbare Stromerzeugung in Bayerisch-Schwaben. Die Anlage ergänzt das bestehende Erzeugungsportfolio des Unternehmens und erhöht die eigene PV-Kapazität der LEW deutlich. Den erzeugten Solarstrom speist die Anlage in das regionale Verteilnetz ein.
Auch für die Gemeinde Daiting bringt der Solarpark Vorteile. Neben dem Beitrag zur regionalen Stromerzeugung entstehen kommunale Einnahmen und Wertschöpfung vor Ort. Zudem wurden beim Bau Umwelt- und Artenschutzmaßnahmen berücksichtigt: Unter den Modulen entsteht eine Wildblumenwiese, die künftig von Schafen beweidet werden kann. Heckenpflanzungen sowie Ausgleichsflächen für geschützte Arten wie die Feldlerche ergänzen das ökologische Konzept.
Solarpark soll auch zur Netzstabilität beitragen
Neben der Erzeugung von Solarstrom und der Direktvermarktung über PPAs soll der PV-Park Daiting künftig auch zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Dafür wird die Anlage in die sogenannte SRL-Vermarktung eingebunden. SRL steht für Sekundärregelleistung: Sie hilft, kurzfristige Schwankungen zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch im Netz auszugleichen. Für einen PV-Park ist diese Form der Vermarktung bislang noch eine Besonderheit.
„Erneuerbare Anlagen werden künftig nicht nur Strom erzeugen, sondern auch stärker Systemverantwortung übernehmen“, sagt Stephan Bauer vom LEW Asset Management. „Daiting ist dafür ein wichtiger Schritt: Der Solarpark liefert regionalen Ökostrom, ermöglicht Unternehmen langfristig planbare Strompreise und kann zugleich helfen, kurzfristige Schwankungen im Stromnetz auszugleichen.“