CHALLENGE.efzn: Energie-Forschungszentrum Niedersachsen lobt Wettbewerb für ein sicheres Energiesystem aus
Dafür sucht das efzn kluge Köpfe aus ganz Deutschland, die offene Daten und moderne Analyse- und KI-Methoden nutzen, um verborgene Abhängigkeiten und Schwachstellen in unserem Energiesystem aufzudecken – bevor andere sie finden. Ausschließlich auf Basis frei verfügbarer und rechtmäßig nutzbarer Datenquellen – wie Marktdaten, Lastzeitreihen, Erzeugungsdaten, Wetterinformationen, demografischen Indikatoren oder geografischen Daten – sind Einzelteilnehmende oder interdisziplinäre Teams aufgefordert, systemische Verwundbarkeiten, Abhängigkeiten und Engpässe in der Energieversorgung zu entdecken. Das klare Ziel dabei: die Resilienz des Energiesystems zu erhöhen.
Der Stromausfall in Berlin zu Jahresbeginn hat die Debatte darüber verstärkt, dass bereits der Zugriff auf frei zugängliche Infrastrukturdaten – etwa zu Leitungsverläufen oder Netzstrukturen – in falschen Händen missbraucht werden kann. Solche Daten stehen im Internet teilweise legal, offen und leicht zugänglich zur Verfügung.
Als Reaktion auf solche Vorfälle wird teils gefordert, den Zugang zu heute frei verfügbaren Informationen im Internet wieder zu beschränken. Das kann opportunistische Nutzung erschweren, greift aber allein zu kurz: Viele Daten sind bereits breit verteilt und lassen sich aus anderen offenen Quellen – etwa Karten- und Bilddiensten – zumindest näherungsweise rekonstruieren.
Eine vollständige Entfernung insbesondere bei internationalen Plattformen ist häufig schwer durchsetzbar. Umso wichtiger ist ein präventiver Ansatz, der Verwundbarkeiten systematisch sichtbar macht und Schutzmaßnahmen priorisiert – bei gleichzeitig kontrollierter, verantwortungsvoller Behandlung sicherheitsrelevanter Befunde.
„Wir verstehen CHALLENGE.efzn als eine Möglichkeit, um dieser Herausforderung mit offenen Augen zu begegnen“, erklärt efzn-Vorstandssprecher Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff. „Gleichzeitig möchten wir engagierte und fachlich versierte Menschen aus ganz Deutschland zusammenbringen, die mit interdisziplinärem Blick neue Perspektiven auf die Sicherheit unseres Energiesystem schaffen.“
Zur Teilnahme an dem vom 15. Juli bis 31. Oktober 2026 laufenden Wettbewerb sind Personen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft herzlich eingeladen – von Schulklassen über studentische Teams bis hin zu Fachleuten aus Unternehmen: CHALLENGE.efzn steht ausdrücklich für alle offen, die einen Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Gefahrenprävention leisten wollen.
Die besten drei Wettbewerbsbeiträge werden von einem unabhängigen Evaluation Board geprüft und mit Preisgeldern von 3.000 € (1. Platz), 2.000 € (2. Platz) und 1.000 € (3. Platz) prämiert. Alle erkannten Schwachstellen werden in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Behörden und Betreibern geschlossen.