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Start-up des Monats: Delta Charge rüstet gewerbliche Standorte für die Lkw-Elektrifizierung

Das deutsch-schwedische Start-up plant, finanziert, baut und betreibt Lade- und Batteriespeicherlösungen für Gewerbestandorte. Statt einzelner Komponenten verspricht Delta Charge eine Gesamtlösung – inklusive garantiertem Strompreis an der Ladesäule für Lastwagen.
Das Gründerteam von Delta Charge (v.l.n.r): Connor Hanafee, Filip Hes, Johannes Kirnberger
Das Gründerteam von Delta Charge (v.l.n.r): Connor Hanafee, Filip Hes, Johannes Kirnberger | Foto: Delty Charge

Wer seid ihr?

Johannes Kirnberger (Mitgründer und Geschäftsführer): Wir sind ein deutsch-schwedisches Unternehmen und entwickeln für unsere Kunden Lade- und Batteriespeicherlösungen, um gewerbliche Standorte und ihre Lkw-Flotten zu elektrifizieren. Unser Team hat bereits einige der größten Batterieprojekte in Europa realisiert. Für unsere Kunden planen, finanzieren, bauen und betreiben wir die Energie- und Ladeinfrastruktur vor Ort. Alles aus einer Hand.

Wer sind eure Kunden?

Unsere Kunden vereint ein hoher Energiebedarf und die Herausforderung, ihre Standorte und Flotten zu elektrifizieren: Brauereien, der produzierende Mittelstand, Entsorgungs- und Bauunternehmen, Logistikbetriebe und Speditionen. Wir arbeiten bewusst als langfristiger Partner mit unseren Kunden zusammen.

Welches Problem, welche Herausforderung haben eure Kunden?

Viele unserer Kunden stehen vor einer komplexen Ausgangssituation: hohe und volatile Energiekosten, fehlende Planbarkeit und begrenzte Netzanschlusskapazitäten. Gleichzeitig werden elektrische Flotten wirtschaftlich attraktiver und zunehmend von Auftraggebern nachgefragt. Die Kombination aus Unsicherheit und Komplexität macht Projekte schwer kalkulierbar. Das bremst Investitionen. Unsere Kunden suchen daher vor allem nach Lösungen, die ihnen Planungssicherheit geben und den Weg zur Elektrifizierung wirtschaftlich attraktiv machen.

Welche Lösungen gibt es dafür bisher auf dem Markt?

Bisher werden die meisten Herausforderungen nur einzeln gelöst. Unternehmen installieren Ladeinfrastruktur, erweitern ihren Netzanschluss oder setzen auf Batteriespeicher und Photovoltaik. Die einzelnen Komponenten werden getrennt geplant und betrieben, eine echte Gesamtlösung fehlt. Für unsere Kunden bedeutet die vielen Ansprechpartner: hoher Koordinationsaufwand und Systeme, die nicht miteinander reden. Das kostet Zeit und Geld.

Start-up des Monats von pv magazine und Vireo Ventures

In Kooperation mit Vireo Ventures, einem Frühphasen-Investor für eine vollständig elektrifizierte Welt, präsentieren wir monatlich ein aufstrebendes Unternehmen, das an Innovationen für die Solarbranche arbeitet und das wir für interessant halten. Wir wollen aufzeigen, was die Visionen der Unternehmer sind, aber auch wo diese Start-ups heute stehen und wo es konkrete Möglichkeiten für Kooperationen gibt.

Wenn du Dein Unternehmen als Start-up des Monats präsentieren möchtest, fülle bitte den folgenden Fragebogen aus:
-> Zum Fragebogen

Du kannst uns auch per Email an pv magazine und Vireo kontaktieren:
-> [email protected]

Wir freuen uns auch über für Rückmeldungen zu den vorgestellten Unternehmen, zu deren Fragen (siehe ganz unten) und zu unserer Auswahl an diese E-Mail-Adresse.

Hier finden Sie die bisherigen Start-up des Monats

Welche Lösung bietet ihr euren Kunden an und gibt es bei euch ein Alleinstellungsmerkmal?

Wir bieten eine echte Gesamtlösung: wir planen, finanzieren, bauen und betreiben langfristig die Energieinfrastruktur vor Ort. Für unsere Kunden bedeutet das: ein Ansprechpartner und eine maßgeschneiderte Lösung. Das Alles angepasst auf die individuellen Gegebenheiten vor Ort und die Anforderungen im täglichen Betrieb. Für elektrische Lkw-Flotten reduzieren wir die Komplexität des Energiesystems auf einen einzigen, garantierten Strompreis an der Ladesäule.

Bedeutet das, ihr betreibt die Ladestationen und der Gewerbebetrieb zahlt dann für das Laden der LKW?

Ja, für viele Kunden betreiben wir Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur direkt am Standort. Der Betrieb zahlt dafür einen langfristig garantierten Strompreis an der Ladesäule, die Infrastruktur stellen wir. Unser Ziel ist es, den gleichen oder einen niedrigeren Preis anzubieten als der bestehende Stromvertrag: fast immer unter 30 Cent pro Kilowattstunde, in vielen Fällen sogar unter 20 Cent. Das bedeutet: keine Investitionskosten, keine Überraschungen, volle Planungssicherheit.

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Start-up-Map – The smarter E Ausgabe

Wir aktualisieren die Start-up-Map und erweitern sie auf Start-ups im Energiesektor. Die Map entjält über 40 Start-ups und zeigt ihre Haupt-Tätigkeitsfelder. Wenn Sie gelistet werden wollen, können sie die Abfrage bis Freitag 29. Mai 18:00 Uhr ausfüllen:

Link zur neuen Umfrage

(diejenigen, die die Abfrage im Januar ausgefüllt haben, müssen sie neu ausfüllen)

Wie arbeitet ihr mit Installationsbetrieben zusammen? Sucht ihr Partnerbetriebe, denen ihr die Installation in einem Unterauftrag gebt?

Wir arbeiten eng mit Partnern zusammen, um unsere Projekte umzusetzen. Das sind sowohl große Installationsfirmen über Rahmenverträge als auch lokale Elektrobetriebe, die oft schon jahrzehntelang mit unseren Kunden arbeiten. Beides ist wichtig, weil wir so unser Angebot überregional skalieren und gleichzeitig vor Ort flexibel die besten Lösungen für unsere Kunden finden können. Diese Zusammenarbeit läuft hervorragend und wir bauen unser Partnernetzwerk aktiv weiter aus. Installationsbetriebe, die Interesse an einer Zusammenarbeit haben, sind also herzlich willkommen, sich bei uns zu melden.

Was sind die größten Herausforderungen für euch?

Unsere größten Herausforderungen liegen in der Komplexität vor Ort: Jeder Standort ist anders. Gemeinsam mit unseren Kunden integrieren wir bestehende Verbraucher wie Kühlräume oder Produktionsanlagen in das neue Energiesystem, ohne den laufenden Betrieb zu stören. Dazu kommt die regulatorische Seite: Prozesse wie die anstehende Reform der Netzentgelte schaffen wichtige Rahmenbedingungen, bringen aber auch Unsicherheit in die Projektplanung. Hier müssen wir immer ganz vorne mit dabei sein, um für unsere Kunden frühzeitig Klarheit schaffen zu können.

Gibt es bereits Nachweise, dass die Lösung funktioniert, und Referenzen? Wenn ja, welche?

Wir haben bereits Projekte in Deutschland, Schweden und Norwegen umgesetzt, von Unternehmen aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie mit eigener elektrischer Flotte bis hin zu großen Industrieunternehmen mit Werks- und Drittlogistik. Ein konkretes Beispiel: für eine bayerische Brauerei elektrifizieren wir schrittweise ihre Lkw-Flotte und optimieren den lokalen Energieverbrauch am Standort – die Brauerei nutzt dabei unsere Finanzierungsoption. Insgesamt haben wir aktuell Batteriespeicher mit einer Kapazität von über 100 MWh in der Entwicklung. Bis 2030 planen wir Investitionen von über 300 Millionen Euro in Energie- und Ladeinfrastruktur und wollen jährlich rund 1,8 Terawattstunden sauberer Energie bereitstellen.

Inwiefern bringt diese Lösung die Energiewende voran?

Unsere Lösung beschleunigt die Energiewende, indem sie Elektromobilität und Energiesysteme vor Ort intelligent miteinander verbindet. Durch die Kombination von Ladeinfrastruktur und Batteriespeichern schaffen wir zusätzliche Flexibilität im Stromnetz, reduzieren Lastspitzen und ermöglichen eine effizientere Nutzung erneuerbarer Energien. Gleichzeitig senken wir die Kosten für Netzanschlüsse und Strombezug, was die Elektrifizierung von Flotten wirtschaftlich attraktiv macht.

Wie seid ihr finanziert?

Unsere Hauptinvestoren sind die Clean-Tech-Investoren Vireo Ventures und Rethink Ventures), ergänzt durch erfahrene Führungskräfte von Audi und Allianz sowie deutsche Family Offices. Darüber hinaus werden wir von Delta Capacity unterstützt, einem der führenden europäischen Entwickler und Investoren für netzdienliche Großbatteriespeicher mit über eine Gigawattstunde installierter und im Bau befindlicher Kapazität im Jahr 2026.

Habt ihr Fragen an die Leser von pv magazine?

  • Welche Herausforderungen sehen Sie aktuell bei der Integration von Ladeinfrastruktur und Batteriespeichern in Ihr Energiesystem?
  • Welche Lösungen halten Sie für entscheidend, um Flexibilität künftig wirtschaftlich nutzbar zu machen und das Potenzial im Strommarkt vollständig zu heben?

Bitte schicken Sie Ihre Fragen und Anmerkungen an [email protected] (pv magazine und Vireo). Wir leiten Sie an unsere Gesprächspartner weiter.

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