Weltrekord: JA Solar und Gold Stone Energy melden Wirkungsgrad von 28,2 Prozent mit Rückkontakt-Solarzelle

Der TÜV Rheinland hat das Ergebnis zertifiziert. Nie zuvor haben Hersteller mit einer Single-Junction-Siliziumzelle einen solch hohen Wirkungsgrad erzielt.
Gold Stone Energy – im Bild eine Produktionslinie des Unternehmens – und JA Solar arbeiten auf mehrere Weise zusammen. | Foto: Gold Stone Energy

Der chinesische Photovoltaik-Hersteller JA Solar und der ebenfalls dort ansässige Photovoltaik-Ausrüster Gold Stone Energy haben einen Wirkungsgrad von 28,2 Prozent für eine Hybrid-Back-Contact-Solarzelle (HBC) gemeldet. Die Unternehmen haben diese Zelle im Rahmen ihres HBC-Industrialisierungsprojekts entwickelt.

Der TÜV Rheinland hat das Ergebnis zertifiziert. Nach Angaben der Partner haben sie damit einen neuen Weltrekord für den Wirkungsgrad von Rückkontakt-Solarzellen erzielt. Der bisherige Rekord für diese Zellarchitektur hat Longi gehalten – der Hersteller erreichte mit seiner Hybrid-Interdigitated-Back-Contact-Zelle (HIBC) einen Wirkungsgrad von 28,13 Prozent.

Die HBC-Technologie kombiniert eine Rückkontakt-Elektrodenstruktur mit Passivierungstechnologien, die in gängigen hocheffizienten kristallinen Siliziumzellen-Architekturen zum Einsatz kommen. Die Vorderseite der Zelle weist keine Metallgitterlinien auf. Das reduziert optische Verschattungsverluste. Das Rückkontakt-Design verbessert die Stromsammlung. Die Technologie soll zudem einen Upgrade-Pfad für bestehende Topcon-Fertigungsanlagen bieten.

Chinesische Hersteller melden weitere Effizienzsteigerungen

Gold Stone Energy und JA Solar sind bereit durch ein Vier-Gigawatt-Projekt zur Auf- und Umrüstung auf die HBC-Technologie verbunden. In einer Meldung an die Hongkonger Börse teilte Golden Solar mit, dass seine Tochtergesellschaft Golden Solar New Energy Technology die HBC-Patenttechnologie an ein Joint Venture lizenzieren werde, das von der JA-Solar-Tochter Yiwu JA Solar und Gold Stone Energy gegründet wurde. Ziel des Projekts ist die Herstellung von HBC-Zellen durch die Umrüstung bestehender Produktionskapazitäten.

Die Ankündigung folgt auf mehrere von chinesische Photovoltaik-Herstellern kürzlich erzielten Effizienzsteigerungen bei Rückkontaktzellen. Ende April gab Trina Solar bekannt, dass seine Topcon-kompatible Hybrid-Rückkontaktzelle (THBC) einen Wirkungsgrad von 28,0 Prozent erreicht habe, zertifiziert durch das Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH). Das Unternehmen erklärte, das Ergebnis sei mit einer großflächigen 210R-Zelle erzielt worden. Trina Solar treibt nach eigenen Angaben die Industrialisierung von THBC-Modulen voran.

Die Reihe von Ankündigungen dokumentiert den wachsenden Wettbewerb im Bereich der Rückkontakt-Architekturen. Führende chinesische Hersteller streben damit nach der raschen Kommerzialisierung der Topcon-Technologie höhere Effizienzen und damit mehr Modulleistung auf gleicher Fläche an.

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