„HOPE“: 200 Millionen Euro aus EU-Fonds für Meyer Burgers Produktionserweiterung

Zusätzlich will der Schweizer Photovoltaik-Hersteller damit 3,5 Gigawatt an zusätzlichen Modul- und Zellkapazitäten in Deutschland und voraussichtlich Spanien aufbauen. Die Förderung erfolgt über den Europäischen Innovation Fund, bei dem sich Meyer Burger mit seinem Projekt beworben hatte.
Meyer Burger will mit der EU-Förderung in Europa zusätzliche Produktionskapazitäten von 3,5 Gigawatt für seine Heterojunction-Solarzellen und -Solarmodule aufbauen. | Foto: pv magazine

Meyer Burger erhält 200 Millionen Euro für den Ausbau seiner Photovoltaik-Produktion in Europa. Die Hoffnungen erfüllten sich mit dem Projekt „HOPE“. Die Abkürzung steht für „High-efficiency Onshore PV module production in Europe“. Damit bewarb sich Meyer Burger in einem EU-weiten Auswahlverfahren des Europäischen Innovation Fund und setzte sich durch. Konkret sieht das Projekt vor, zusätzliche Produktionskapazitäten für die Heterojunction-Solarmodule und Solarzellen in Deutschland und voraussichtlich auch in Spanien aufzubauen.

„Die EU leistet damit nicht nur einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Energiesystems und zur Transformation der Industrie“, sagt Gunter Erfurt, CEO von Meyer Burger. „Sie investiert ebenso in die Resilienz der Lieferketten im Bereich der Solarindustrie.“ Insgesamt vier Monate dauerte das EU-weite Auswahlverfahren. Meyer Burger rechnet damit, dass die EU-Kommission noch in diesem Jahr den formellen Förderzuschussbescheid ausstellen wird.

Insgesamt hat der Europäische Innovation Fund im Segment „Clean Tech Manufacturing“ elf Projekte für eine Förderung ausgewählt, wie es von Meyer Burger weiter hieß. In allen Bereichen habe es 239 Bewerber gegeben, von denen 41 nun unterstützt würden. Darunter sei auch Norsun, das Meyer Burger bereits mit Wafern für seine Photovoltaik-Produktion in Deutschland beliefert. Norsun könne nun seine Produktion mit den EU-Mitteln ebenfalls weiter ausbauen. Insgesamt umfasste die aktuelle Ausschreibung des EU-Innovation-Fund ein Fördervolumen von 3,6 Milliarden Euro, die aus Einnahmen aus dem CO2-Zertifikateverkauf im EU-Emissionshandel ETS stammen.

Die Europäische Investitionsbank kündigte ebenfalls in dieser Woche an, dass sie insgesamt 45 Milliarden Euro für den Aufbau von Fertigungskapazitäten klimaneutraler Technologien, wozu auch Photovoltaik zählt, bereitstellen will. Sie stockte die Summe damit nochmals um 15 Milliarden Euro auf. Die Bank geht davon aus, dass durch die Mittel Investitionen in Höhe von 150 Milliarden Euro in Europa ausgelöst werden.

Mehr über

Kommentare