Photovoltaik-Dachanlage mit 23 Megawatt entsteht mit Zuschlag und PPA

Etwa die Hälfte der Kapazität wird durch einen Zuschlag aus den Ausschreibungen refinanziert. Für die restliche Leistung soll ein Corporate PPA geschlossen werden.
Dachanlage Dieburg Gewerbehallt
Dies ist eine der wenigen großen Dachanlagen in Deutschland, die sich in den bisherigen Ausschreibungsrunden einen Zuschlag sichern konnte. | Foto: Maxsolar

Die Fellensiek Projektmanagement GmbH & Co. KG (FPM Projektmanagement) plant den Bau einer der größten Photovoltaik-Dachanlagen in Europa. In Deutschland soll demnach eine Anlage mit 23 Megawatt entstehen, für die sich der Projektierer nun eine Zwischenfinanzierung im zweistelligen Millionenbereich sicherte. Sie sei geplant auf einer Fläche von 120.000 Quadratmeter Dachflächen von Gewerbehallen. Zum genauen Ort machte FPM Projektmanagement und Capcora, das die Transaktion als Financial Advisor begleitete, zunächst keine Angaben. Die vollständige Fertigstellung der Photovoltaik-Dachanlage, die in zwei Bauabschnitten geplant sei, sei bis Ende des Jahres geplant.

Die Refinanzierung der Photovoltaik-Dachanlage ist Capcora zufolge teilweise über einen Zuschlag aus den Ausschreibungen sowie den Abschluss eines Corporate PPA geplant. Für etwa die Hälfte der Kapazität habe sich FPM Projektmanagement einen Zuschlag bei der Photovoltaik-Ausschreibung im Dezember 2020 gesichert, erklärte Alexander Enrique Kuhn, Managing Partner bei Capcora, auf Nachfrage von pv magazine. Aus der Veröffentlichung der Zuschlagsliste geht hervor, dass dieser für eine Fläche in der Gemeinde Grimme in Sachsen-Anhalt erteilt wurde. Der durchschnittliche Zuschlagswert in dieser Ausschreibungsrunde lag bei 5,10 Cent pro Kilowattstunde.

Zudem werde mit dem Flächeneigentümer über die Stromabnahme im Rahmen eines sogenannten Corporate PPA verhandelt, hieß es weiter. Der eingekaufte Strom soll demnach sowohl direkt vor Ort als auch in weiteren Standort des Konzerns verbraucht werden. „Es sind Dächer mehrerer Hallen, die aneinander angrenzen: Die Branche können wir derzeit noch nicht nennen“, so Kuhn weiter. Weitere Details wollten die Unternehmen aufgrund des aktuellen Verhandlungsstatus noch nicht bekannt gegeben.

Ursprünglich war eine Photovoltaik-Dachanlage mit weniger als 750 Kilowatt am Standort geplant, für die es bereits eine Zwischenfinanzierung gab. Diese sei nun aufgestockt worden. “Wir freuen uns, mit Sicherung der Finanzierung den Baustart dieses Leuchtturmprojektes bekannt zu geben. Dieses Projekt stellt einen Meilenstein für die gesamte deutsche PV-Dachanlagenbranche dar und beweist, dass auch in Deutschland großvolumige Solaranlagen auf Industriedächern realisierbar sind”, erklärte Torsten Fellensiek, Geschäftsführender Gesellschafter der FPM Projektmanagement. Die Photovoltaik-Anlage soll nach der Fertigstellung in das eigene Portfolio überführt und langfristig betrieben werden.

„Der Markt für großvolumige gewerbliche PV-Dachanlagen steckt noch in den Kinderschuhen“, ergänzte Kuhn. „”Dieses Projekt ist zukunftsweisend – durch einen intelligenten Mix aus langfristiger Einspeisevergütung, Corporate PPA und einer innovativen Finanzierung, lassen sich großartige Projekte realisieren:“

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Kommentare

JCW
Apr 30, 2021

Nachdem Sie schon so weit recherchiert haben, dass es sich um Grimme in Sachsen-Anhalt handelt, könnte man noch weiter schauen, und sieht dann: Es muss sich um einen Geflügelzuchtbetrieb („Entenspezialitäten“) der PHW-Gruppe handeln. Auch die Größe (fast 30ha überbaut) würde passen.

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Sandra Enkhardt
Apr 30, 2021

Vielen Dank! Ich hatte auf Google Maps geschaut, die Enten sind mir da wohl entgangen 🙂