pv magazine Podcast: Wie spart man mit dynamischen Stromtarifen?

In der Solarbranche ist das Interesse an dynamischen Tarifen groß, denn sie versprechen für steuerbare Verbraucher wie Wärmepumpen und Elektroautos, kombiniert mit dem Einsatz von Batteriespeichern, hohe Einsparungen bei den Stromkosten. Im pv magazine Podcast diskutieren wir über das Potenzial und die technischen Voraussetzungen.
Montage: pv magazine, Foto: Kiwigrid

Kommentare

Tom Iltmann
Aug 20, 2024

Wie schon beim PV-Ausbau wird es vom „normalen“ EFH-Besitzer kommen. Denn bei den aktuellen Komponentenpreisen für Module und Speicher lohnt es sich schon bei 15 Cent/kWh Unterschied. Die gibt es fast jeden Tag und im Schnitt sind lediglich morgens und abends 3-4 Stunden Hochpreisphase auszugleichen. Das im Sommer und im Winter.
Die Speicherkapazitäten sind in den letzten 3 Jahren von im Schnitt 5kWh auch rund 10kWh gestiegen. Ich gehe davon aus, in weiteren 3 Jahren liegen wir bei eher 20kWh bei jedem Haushalt. Damit kann man locker ein paar teure Stunden überbrücken.
Mein Auto lädt auf jeden Fall selten über 0 Cent/kWh Börsenstrom. Bei einer hoffentlich bald umgesetzten Netzentgeltreform wird es noch interessanter.

Udo
Aug 19, 2024

Ein auf den Tagesmaxbedarf ausgerichteter Speicher erlaubt über die ganze Winterzeit bei entsprechender Dimensionierung den gesamten Tagesbedarf innerhalb von 4h zu speichern ;das Auto wird ,22kwh-Lader vorausgesetzt, ebenfalls innerhalb dieser Zeit speicherparallel geladen , so dass die Einsparungen erheblich sind.
Es fehlt nur noch die Anpassung der Regulation , dass unter Nutzung des „überdimensionierten“ PV-Speichers die PV-Einspeisung im Sommer zeitversetzt ab 18.00 Börsenstrompreis abbildend direkt vermarktet werden kann; die noch ausstehende Abrundung des 360`-Prinzips von E3Dc ….und das automatisch. Es gibt doch unschlagbare Vorteile des -made in Germany-.

lord_icon
Aug 19, 2024

naja… den Umbruch wird es durch dynamischen Stromtarife wohl nicht geben.
Wenn mittags die Sonne hoch steht, dann wird der Strom preiswert sein.
Nur wo bin ich denn Mittags bzw. mein Auto?
Genau. Auf Arbeit.

Es müsste demnach HomeOffice ausgeweitet werden sodass ich mein Auto zuhause dann auch habe und anschließen kann. Bzw. generell Last erzeugen kann.

Mal über den Tellerrand hinausgeschaut:
Bei Tibber sieht man doch schon, „wieviel“ man sparen kann.
GENAU: Nicht viel. Denn nur die Gestehungskosten sind vergünstigt. und wo liegen die.. 2 Cent.. – 8cent.
An den Weiteren Kosten ändert sich nichts. Sprich: Netzentgelte.
UND: ausgehend aktuell von Tibber und Co.
Das was ich Tagsüber einspare bezahlte ich SEHR teuer in den Abendstunden.
Ich glaube es waren um die 42-45 cent.
Jetzt vor kurzen einen neuen Energievertrag abgeschlossen. 26,5 cent/KWh

Und selbst wenn wirklich alle irgendwie den Mittagsstrom vorrangig nutzen = wird es mittelfristig keine Ersparnis mehr geben weil es nun kein Überfluss mehr gibt.
Die Technik die aber angeschafft werden musste bleibt. Bis die sich Rentiert haben wird Jahre dauern.
Denn mein Geschirrspüler kann ich nicht Programmieren. Und eine externe Zeitschaltuhr geht nicht, da schon zu digital.
Apropos Programmieren: Schon an die Faulheit der Menschheit gedacht?
An meiner Waschmaschine hab ich das schon mal versucht. Voll lästig und Zeitraubend.
Zum Abend kommst du dann zurück und darfst dann zerknitterte Wäsche aufhängen… ggf. sogar Bügeln (was Abendsstrom benötigt).

Für den Normalbürger: Waschen und Geschirrspüler und Autoladen also nur noch am Wochenende.
Finde den Fehler wenn dann alle Ihre Uhr auf 12Uhr programmieren.

Fazit: Auf dem Papier sieht das alles sehr schön und plausibel aus.
Wer dann einmal Tibber und Co hatte und sich dann die Endabrechnung im Jahr anschaut wird schnell merken dass hier nur der Energieversorger gewonnen hat.

Lösungsvorschlag: Mehr Investitionen in Forschung von Batterien. Redox Flow scheint eine sehr flexible Lösung zu sein. Wenn ein IBC Container voll ist, wird der nächste voll gemacht. Im Winter dann entladen. bzw. Abends. Aber mit 1000 Litern kommt man dann schon mehrere Tage wenn der mal voll ist. Und mehrere IBC Container reichen dann auch für den Winter… wenn man den Platz dazu hat.
Problem nur: SAU SAU teuer weil kaum Produziert.

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HM
Aug 21, 2024

Richtig ist dass es gewisse Voraussetungen gibt wenn man automatisch sparen will. Manuell ist das natürlich immer möglich mit einem gewissen Aufwand.
Wer heute eine PV Anlage kauft, kauft eine mit Speicher (meine 10KW Anlage macht mich 7 Monate lang fast autark. Kühlen inklusive WW mit einer Brauchwasser WP mit Frischwassersystem und Einspeisung für Energie Plus Haus.
In den 5 Winter Monaten in denen die WW-WP mein Haus heizen soll brauche ich zusätzlich Netzstrom. Da kommen sowohl variable Stromtariefe als auch variable Netzentgelte nach §14a (statt Wärmepumpenstrom) sehr gelegen.
Dies um so mehr wenn man ein Hauskraftwerk von E3DC im Keller hat das auch diese Aufgabe perfekt lösen kann. Damit ist nicht nur Auto und WP netzdienlich sondern das ganze Haus. 4,2 KW wird aus dem Netz garantiert (unter 14a) der Spitzenausgliech übernimmt E3DC Batterie und das ganze aus einer Hand.
– Auf youtupe gibt es von E3DC eine ganze Serie von Videos zu dem Thema.
– Die Strompreisampel (fraunhofer) zeigt wohin die Reise gehen kann.
(https://energy-charts.info/charts/consumption_advice/chart.htm?l=de&c=DE&source=price_traffic_light)

Detlef K.
Aug 19, 2024

Man merkt, dass Sie „praktisch“ wenig Ahnung von dem haben, was Sie hier kundtun. Ich habe seit fast 4 Jahren einen dyn. Tarif und kann ganz anderes berichten.

Die Preise sind im Sommer meist zwischen 13 und 16:00 Uhr sehr günstig. So weit, so richtig. Sie sind es aber ganz besonders am Wochenende und an Feiertagen… das reicht für gewöhnlich völlig, um das E-Auto zu beladen. Das hat im Schnitt schließlich 1-2 Wochen Zeit geladen zu werden. Und es gibt ja nicht nur den Sommer. Auch im Winter haben wir ganz überwiegend ausreichend häufig (für das E-Auto) günstige Windphasen, die hier insbesondere in der Nacht nutzbar sind.

Auch diese pauschale Aussage, dass es generell wenig zu sparen gibt, ist einfach nur falsch. Es hängt heute noch entscheidend davon ab, in welcher Netzentgeltzone man sich befindet. Mein Basispreis bei tibber beträgt 15 Cent und so viel beträgt in den letzten Monaten auch mein Strompreis, da ich mit E-Auto die günstigen Zeiten voll ausnutzen konnte. Sicher sind die Netzentgelte noch weiter zu reformieren, damit möglichst viele davon profitieren können… genau das hat Habeck auch auf dem Schirm.

Wer einen Batteriespeicher hat, kann die günstigen Phasen neuerdings mit Solarpaket 1 auch zum Einspeichern nutzen. Zukünftig ist ein umfassendes Energiemanagement angesagt, das all die Dinge im Einklang mit heimischer Produktion berücksichtigen kann und nicht unerheblich bei Kosten und damit verbundener Netzdienlichkeit behilflich ist.
Niemand spricht von umständlicher „Programmierung“ von Waschmaschine oder Geschirrspüler, das ist wirklich nur für Fans. Es geht um das E-Auto, die Wärmepumpe, den Heimspeicher und der klugen Kombination mit einem automatisierten Energiemanagement… worauf immer mehr Hersteller nun ihren Fokus setzen. Persönliche Autarkie ist ganz bestimmt nicht die Zukunft, sondern die gesellschaftlichen Synergien, die mit Digitalisierung und der Zuhilfenahme des Netzes und der Nutzung der Überschüsse möglich sind.

Sie erzählen also Unsinn, ich komme heute schon im Jahr auf 22 Cent die kWh und es rechnet sich für mich deutlichst. Wir befinden uns gerade mal am Anfang, die Phasen und Zeiten günstigen Stromes nehmen ja noch erheblich zu. Die Anwendungen mit immer mehr komfortablen Gerätschaften ebenso. Ich erwarte bald schon den smarten Speicherwürfel, der in der Mietwohnung einfach nur Kosten sparen hilft. Speicher wir noch absurd günstig…