Sommerempfang des LEE NRW setzt starken Impuls für die Erneuerbaren Energien

Mit seinem diesjährigen Sommerempfang am 2. September hat der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) einen wichtigen energiepolitischen Impuls mit Blick auf die aktuellen bundespolitischen Entwicklungen sowie die nordrhein-westfälische Landtagswahl im kommenden Frühjahr gesetzt.

Vertreterinnen und Vertreter aus der Erneuerbaren-Branche, aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Medien tauschten sich über die zentralen Herausforderungen für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Transformation Nordrhein-Westfalens aus. Zu den Gästen gehörten Mona Neubaur, NRW-Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie Oliver Krischer, NRW-Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr.

Thematisch im Mittelpunkt des Abends standen dabei die Auswirkungen der aktuellen bundespolitischen Entwicklungen auf die Energiepolitik und die zukünftigen Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in NRW, insbesondere die jüngsten Kabinettsbeschlüsse zur EEG-Novelle und zum Netzanschlusspaket.

„Nur gemeinsam haben wir eine starke Stimme für die Erneuerbaren Energien und diese Stimme ist wichtiger denn je. Der Klimawandel trifft Nordrhein-Westfalen – die Menschen genauso wie die Wirtschaft.  Wer jetzt beim Ausbau der Erneuerbaren bremst, verschärft beide Probleme“, hob LEE NRW-Geschäftsführer Christian Vossler die Bedeutung des LEE NRW-Sommerempfangs hervor.

Der LEE NRW-Vorstandsvorsitzende Hans-Josef Vogel betonte in seiner Eröffnungsrede auch die hohe gesellschaftliche Akzeptanz Erneuerbarer Energien: „Erneuerbare Energien sind Klimaschutz. Sie sind Wirtschaftspolitik, Sicherheitspolitik und ein Stück Souveränität. Und die gesellschaftliche Unterstützung ist da: 78 Prozent der Bevölkerung sprechen sich für einen höheren Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung aus“. NRW.Bank-Vorständin Johanna Tjaden-Schulte sagte zukünftigen EE-Projekten weiterhin Unterstützung zu. „Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien. Wir haben uns als Ziel gesetzt, dass kein gutes Projekt an der Finanzierung scheitern soll“, so Tjaden-Schulte.

Mona Neubaur gab in ihrer Rede Einblicke in die aktuelle Energiepolitik des Landes. Dabei betonte sie die dringende Notwendigkeit, sich weiterhin durch Defossilisierung und den Ausbau der Erneuerbaren von Diktatoren und Kriegen um fossile Rohstoffe unabhängig zu machen.

In einer Talkrunde mit Dr. Christine Falken-Großer, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE), wurden Chancen und Herausforderungen der Erneuerbaren Energien vor dem Hintergrund der bundespolitischen Weichenstellungen in Bund und Land diskutiert. Beim anschließenden Austausch kamen zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus Politik, Wirtschaft und der Erneuerbaren-Energien-Branche miteinander ins Gespräch.

Mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl machte der Sommerempfang deutlich: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien bleibt eine zentrale Zukunftsfrage für Nordrhein-Westfalen. Verlässliche politische Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und eine leistungsfähige Infrastruktur werden entscheidend dafür sein, ob das Land seine wirtschaftliche Stärke mit einer weiterhin erfolgreichen Energiewende verbinden kann. Der Sommerempfang unterstrich dabei erneut seine Bedeutung als fester Treffpunkt des energiepolitischen Austauschs in Nordrhein-Westfalen.