Gerüstet für die großen Module: Flachdach III mit Klemmung an der langen Rahmenseite

Große Module werden bereits seit Jahren auf Flachdächern im europäischen Ausland verbaut, aktuell werden auch in Deutschland die Hürden dafür beseitigt. Das DiBt hatte vergangenes Jahr die Empfehlung ausgesprochen, Module mit bis zu 3 Quadratmetern auf Dächern zuzulassen, ohne dass ein bauaufsichtlicher Verwendbarkeitsnachweis erforderlich ist. Einige Bundesländer sind dieser Empfehlung inzwischen gefolgt und haben ihre […]

Große Module werden bereits seit Jahren auf Flachdächern im europäischen Ausland verbaut, aktuell werden auch in Deutschland die Hürden dafür beseitigt. Das DiBt hatte vergangenes Jahr die Empfehlung ausgesprochen, Module mit bis zu 3 Quadratmetern auf Dächern zuzulassen, ohne dass ein bauaufsichtlicher Verwendbarkeitsnachweis erforderlich ist. Einige Bundesländer sind dieser Empfehlung inzwischen gefolgt und haben ihre Landesbauordnungen entsprechend angepasst, die restlichen Bundesländer werden aller Voraussicht nach noch dieses oder spätestens kommendes Jahr folgen. Somit ist der Weg für große Module auch auf deutschen Flachdächern geebnet.

novotegra hat auf diese Entwicklung reagiert und bringt eine Systemvariante seines Flachdach III Systems für die Klemmung der Module an der langen Rahmenseite heraus. Hierdurch können auch diese großen Module sicher an Standorten mit höheren Wind- und Schneelasten verbaut werden. Mit dieser Montagevariante kann i.d.R. die maximal zulässige Last auf die Module aufgebracht werden. Module, die aufgrund der Klemmung an der kurzen Rahmenseite statisch überlastet waren, können nun eingesetzt werden.

Wie bereits vom Flachdach III bekannt können die kompakten Schienenbauteile auch bei diesem System schnell und werkzeuglos zusammengeklickt werden, hierdurch hat das System dieselben montagefreundlichen und logistischen Vorteile wie die bereits bekannte Variante Flachdach III „The shortcut“.

Im Zuge der Implementierung dieser Montagesystemvariante in die hauseigene Planungssoftware Solar-Planit konnte das Berechnungsmodell zur Ballastermittlung durch umfangreiche Inhouse-Tests und weitere Auswertungen der Windkanaluntersuchungen optimiert werden.

Durch die neue Berechnungsmethode, welche Solar-Planit eine Modulerkennung in Bezug zum realen Modulfeld erlaubt, können die cpe-Werte der weiteren Windkanalauswertung individuell auf die Module angesetzt werden. Die Erkenntnisse der durchgeführten Großfeldversuche zur Lastumlagerung in Kombination mit der Modulerkennung führt zu einer optimierten Ballastberechnung für den Abhebenachweis.

Im Zuge dieser Untersuchungen hat sich novotegra auch intensiv mit der Ballastberechnung für den Nachweis der Gleitsicherheit der Anlage durch horizontale Windkräfte auseinandergesetzt – auch hier konnte die Ballastberechnung nochmals deutlich optimiert werden.

Die Ballastoptimierung durch Modulerkennung ist ab sofort für alle Systeme der novotegra Flachdachgeneration III im Solar-Planit planbar – unabhängig ob Klemmung an der kurzen oder langen Rahmenseite.