E.ON Berechnung: Zweimal Wiesnstrom vom Himmel – Münchens Solaranlagen könnten Oktoberfest gut doppelt versorgen
Mehr als 27.000 Anlagen auf privaten Münchner Dächern und Balkonen erzeugen über 7,3 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom zur Wiesnzeit bei durchschnittlichem Herbstwetter
Strommenge reicht rechnerisch für etwa zweieinhalb Oktoberfeste – nachts könnten dabei die über 13.000 privaten Münchner Speicher helfen
Rund 5.000 Solaranlagen mehr als im Vorjahr
Während auf der Theresienwiese gefeiert wird, produzieren Münchens Bürgerinnen und Bürger auf Dächern und Balkonen genug Sonnenstrom für etwa zweieinhalb Oktoberfeste. Das ergibt eine aktuelle Berechnung von E.ON Deutschland auf Basis von Daten des Deutschen Wetterdienstes: Mehr als 27.000 private Solaranlagen erzeugen während der 16 Wiesn-Tage bei durchschnittlichem Herbstwetter mehr als 7,3 Millionen Kilowattstunden (kWh) Energie in der bayerischen Landeshauptstadt. Diese Energiemenge übertrifft den Strombedarf des größten Volksfests der Welt von rund drei Millionen kWh deutlich. Etwa ein Drittel der privaten Solaranlagen sind dabei Balkonkraftwerke. Sie tragen rund vier Prozent zur gesamten Solarstromerzeugung in München während der Wiesn bei.
In der bayerischen Landeshauptstadt sind inzwischen rund 5.000 private Photovoltaikanlagen mehr installiert als noch vor einem Jahr. Knapp 3.000 davon sind Balkonkraftwerke.
Mehr als 13.000 Speicher für Sonnenstrom bis zum letzten Maßkrug
Wenn am Abend auf der Theresienwiese die Lichter angehen, ginge auch das mit tagsüber erzeugtem Solarstrom, wie die Berechnung zeigt: dank der mehr als 13.000 privaten Batteriespeicher in München. Gemeinsam können sie pro Tag über 100.000 kWh Energie bereitstellen. Rein rechnerisch würde das ausreichen, um das Oktoberfest mit gespeichertem Sonnenstrom zu versorgen, bis das letzte Zelt um ein Uhr nachts schließt.
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Hinweis zur Analyse: Für diese Berechnung haben die E.ON Datenexpertinnen und -experten die Daten des Deutschen Wetterdienstes für die Monate September und Oktober 2023, 2024 und 2025 genutzt. Für eine durchschnittliche Solaranlage wurde ein Neigungswinkel von 30 Grad beim Hausdach und 75 Grad beim Balkonkraftwerk angenommen (jeweils Südostausrichtung). Die Zahl und Leistung der gemeldeten Photovoltaikanlagen und Speicher sowie die nutzbare Speicherkapazität stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur und wurden jeweils Ende August erhoben. Bei der Dimensionierung privater Anlagen und Speicher wurde dabei analog zum Solar-Branchenverband BSW-Solar (Heimsegment: Anlagen bis 30 kWp) vorgegangen. Der Stromverbrauch des Oktoberfestes wurde mit drei Mio. kWh angesetzt – angelehnt an den Verbrauch von 2,8 Mio. kWh, der sowohl im Jahr 2024 als auch im Jahr 2025 anfiel.