Atypic-Auslauf bedroht Energiewende-Investitionen im Mittelstand
Mit Blick auf die Atypische Netznutzung – kurz: Atypic – droht beim Wegfall der bisherigen Anreize zur Netzentgeltreduzierung ab 2029 eine riskante Investitionslücke – besonders im industriellen Mittelstand. Während die politische Debatte sich stark auf Großverbraucher und energieintensive Branchen konzentriert, warnt be.storaged vor einem blinden Fleck: „Die mittelständischen Industrieunternehmen sind das Rückgrat des flexiblen Energiesystems. Ohne sie wird der Umbau nicht gelingen“, so Dr. Magnus Pielke, Geschäftsführer des EWE-Tochterunternehmens be.storaged, anlässlich der Messe The smarter E Europe in München.
Mittelstand als Garant für Systemflexibilität
Flexibilitätsoptionen wie sie Batteriespeicher in Kombination mit einem smarten Energiemanagementsystem (EMS) bieten, sind entscheidend, um schwankende Erzeugungsspitzen auszugleichen. Diese Investitionen sind wesentliche Entscheidungen mit langfristigem Charakter und amortisieren sich nur unter stabilen regulatorischen Rahmenbedingungen. Der Atypic-Anreiz galt jahrelang als verlässliches Instrument – seine Abschaffung ohne klaren Ersatz droht, die Investitionsbereitschaft kleiner und mittlerer Betriebe massiv auszubremsen.
„Wir sehen die Gefahr, dass sich viele Mittelständler abwenden, wenn kein planungssicherer Nachfolgemechanismus definiert wird. Bei sinkender Investitionsdynamik verlieren wir Tempo in der Energiewende – und riskieren zusätzliche Kosten für das Gesamtsystem“, betont Pielke.
Gefordert: Marktsignale und Übergangssicherheit
be.storaged spricht sich für einen verbindlichen Fahrplan aus, der marktbasierte Anreize für Flexibilität langfristig sichert. „Es geht nicht um Subventionen, sondern um faire Rahmenbedingungen, die systemdienliche Investitionen auch im Mittelstand ermöglichen. Jede netzdienlich verschobene Kilowattstunde hilft, den Netzausbau zu optimieren, CO₂-Emissionen zu senken und die Versorgungssicherheit zu stärken“, so Pielke weiter.
be.storaged auf der smarter E: Lösungen für eine flexible Zukunft
Auf der smarter E Europe stellt be.storaged skalierbare Speicherlösungen und das EMS okean vor, die gezielt auch mittelständische Unternehmen befähigen, ihre Energiekosten zu senken und aktiv am Energie- und Regelenergiemarkt teilzunehmen. „Wir liefern Technologie und Know-how, damit Unternehmen nicht nur Stromverbraucher, sondern auch Schlüsselakteure der Energiewende werden“, unterstreicht Pielke.
Weitere Informationen zu be.storaged unter: https://be-storaged.de/