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E-Control sieht bei Photovoltaik keinen Aufholbedarf für Österreichs Erneuerbaren-Ziele

E-Control hält das österreichische Ziel, den Stromverbrauch bis 2030 bilanziell vollständig mit heimischen Erneuerbaren zu gewährleisten, weiterhin für erreichbar. 2025 deckten erneuerbare Energien 78 Prozent des österreichischen Inlandstromverbrauchs. Das ist allerdings deutlich weniger als im wasserreichen Vorjahr.
Flagge Österreichs
Österreich will seinen Stromverbrauch bis 2030 bilanziell vollständig mit heimischer erneuerbarer Erzeugung decken. | Foto: Pixabay/Jürgen Sieber

Der Photovoltaik-Zubau in Österreich erreichte 2025 insgesamt 1634 Megawatt. Damit ging er gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent zurück, wie E-Control bereits im Frühjahr beim PV Kongress 2026 bekanntgab. Der aktuelle Monitoringbericht zum Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) zeigt nun weitere Details zur Entwicklung der erneuerbaren Energien und ihrer Förderung.

Bei der Marktprämienförderung entfielen 2025 insgesamt 1405 Megawatt der geförderten Leistung auf die Photovoltaik. Zum Vergleich: Bei der Windkraft waren es 1107 Megawatt. Insgesamt wurden über Marktprämien 4120 Gigawattstunden erneuerbarer Strom aus Anlagen mit 2763 Megawatt Leistung gefördert.

Auch bei den noch nach dem Ökostromgesetz 2012 geförderten Photovoltaik-Anlagen stieg die von der OeMAG abgenommene und vergütete Strommenge gegenüber 2024 um 17 Prozent.

Erneuerbaren-Anteil sinkt auf 78 Prozent

Trotz des weiteren Ausbaus sank der Anteil der Erneuerbaren am Inlandstromverbrauch 2025 auf 78 Prozent – nach 94 Prozent im Vorjahr. E-Control führt den Rückgang vor allem auf die deutlich geringere Wasserkrafterzeugung und den gleichzeitig gestiegenen Inlandstromverbrauch zurück. Die Bruttostromerzeugung aus erneuerbaren Energien einschließlich Pumpspeichern sank auf 60.200 Gigawattstunden.

Österreich will seinen Stromverbrauch bis 2030 bilanziell vollständig mit heimischer erneuerbarer Erzeugung decken. Das EAG sieht dafür gegenüber 2020 einen zusätzlichen Ausbau um 27 Terawattstunden vor. Bei der Photovoltaik entspricht der vorgesehene Ausbaupfad jährlich 1100 Gigawattstunden zusätzlicher Erzeugung. E-Control hält das 100-Prozent-Ziel weiterhin für erreichbar. Während die Photovoltaik 2025 nach Einschätzung der Behörde erneut einen Boom erlebte, besteht bei Windkraft, Wasserkraft und Biomasse Aufholbedarf.

Zahl der Energiegemeinschaften steigt kräftig

Weiter gewachsen ist auch die Zahl der Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften. Ende Juni 2026 waren 5999 registriert, nach 3896 ein Jahr zuvor. Die größten Zuwächse verzeichneten Niederösterreich mit 1270 und Oberösterreich mit 1071 zusätzlichen Gemeinschaften.

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