See all

Voltfang und Mangold Energy öffnen Großspeicher-Projekt für Privatanleger

Im nordrhein-westfälischen Alsdorf entsteht ein Batteriespeicherpark, bei dem Privatpersonen einzelne Speichereinheiten direkt erwerben können. Insgesamt sind 50 Einheiten mit jeweils 100 Kilowatt Leistung und 261 Kilowattstunden Kapazität vorgesehen. Voltfang übernimmt den technischen Betrieb, Mangold Energy die Vermarktung und wirtschaftliche Betriebsführung.
Der Batteriespeicherpark Alsdorf West soll aus 50 baugleichen Einheiten mit jeweils 100 Kilowatt Leistung und 261 Kilowattstunden Kapazität bestehen.
Der Batteriespeicherpark Alsdorf West soll aus 50 baugleichen Einheiten mit jeweils 100 Kilowatt Leistung und 261 Kilowattstunden Kapazität bestehen. | Foto: Voltfang

Voltfang und Mangold Energy haben im Rheinischen Revier mit dem Bau eines Batteriespeicherparks begonnen, dessen einzelne Speichereinheiten an Privatanleger verkauft werden. Anders als bei Fonds oder Crowdinvestments erwerben die Käufer nach Angaben der Unternehmen direktes Eigentum an einer physischen Speichereinheit.

Der Batteriespeicherpark Alsdorf West soll aus 50 baugleichen Einheiten mit jeweils 100 Kilowatt Leistung und 261 Kilowattstunden Kapazität bestehen. Daraus ergibt sich für das Gesamtprojekt eine Leistung von fünf Megawatt und eine Speicherkapazität von gut 13 Megawattstunden. Eine einzelne Einheit kostet nach Angaben der Unternehmen einen unteren sechsstelligen Betrag. Wenige Wochen nach Verkaufsstart seien 30 Prozent der Einheiten verkauft oder reserviert.

Finanzielle Bürgerbeteiligungen an Großspeichern gibt es in Deutschland bereits, etwa über Energiegenossenschaften oder Vermögensanlagen. Beispielsweise ist die Bürgerenergiegenossenschaft ‚BEGiNT‘ an der Betreibergesellschaft eines geplanten Großspeichers in Nürtingen beteiligt; in Beckum können Bürger über eine Vermögensanlage in einen geplanten Großspeicher investieren. Das Modell in Alsdorf unterscheidet sich davon dadurch, dass Privatanleger nach Angaben der Unternehmen unmittelbar Eigentümer einer einzelnen physischen Speichereinheit werden.

Den technischen Betrieb und die Wartung übernimmt der Mitteilung zufolge Voltfang, Mangold Energy die Vermarktung der Speicherkapazitäten sowie die wirtschaftliche Betriebsführung. Erlöse sollen am Regelenergiemarkt und durch den Handel am Spotmarkt erzielt werden. Auf Grundlage der Erlöse eines bereits bestehenden Batteriespeichers am Standort gelten den Unternehmen zufolge Renditen im unteren zweistelligen Prozentbereich pro Jahr als möglich.

Zweites Speicherprojekt am Standort Alsdorf

Voltfang betreibt in Alsdorf seit Januar 2026 bereits einen Batteriespeicher mit 9,5 Megawatt Leistung für institutionelle Investoren. Das Unternehmen hatte ihn im Dezember 2025 für Icecreek Energy ans Netz gebracht. Alsdorf West ist ein davon unabhängiges Projekt. Der neue Speicherpark soll direkt an ein 110-Kilovolt-Umspannwerk angeschlossen werden. Voltfang und Mangold Energy wollen das Modell nach eigenen Angaben zunächst auf weitere Standorte in Nordrhein-Westfalen und anschließend bundesweit ausweiten.

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: [email protected].

Kommentare