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Statkraft und Wattmanufactur schließen Hybrid-PPA für Photovoltaik und Batteriespeicher in Rümpel

Der Stromabnahmevertrag für das Co-Location-Projekt in Schleswig-Holstein umfasst einen Solarpark mit 20 Megawatt Leistung und einen Batteriespeicher mit 20 Megawattstunden Kapazität. Statkraft übernimmt die gemeinsame Vermarktung und zahlt einen Festpreis für den Strom aus beiden Anlagen. Der Hybrid-PPA läuft von 2027 bis 2033, das Vermarktungsvolumen beläuft sich auf rund 150 Gigawattstunden.
Batteriespeicher im Feld vor Solaranlage in Zerbst, Statkraft
Statkraft will den Strom aus Photovoltaik-Anlage und Batteriespeicher – hier ein Symbolbild – gemeinsam zu einem Festpreis abnehmen. | Foto: Statkraft

Statkraft und Wattmanufactur haben einen siebenjährigen Stromabnahmevertrag für ein kombiniertes Photovoltaik-Speicher-Projekt im schleswig-holsteinischen Rümpel geschlossen. Der Solarpark mit 20 Megawatt befindet sich derzeit im Bau und soll bis November in Betrieb gehen. Der Batteriespeicher mit zehn Megawatt Leistung und 20 Megawattstunden Kapazität soll ebenfalls noch 2026 in Betrieb genommen werden.

Im Rahmen des Hybrid-PPA übernimmt Statkraft die Vermarktung des Solarstroms sowie die Planung und Steuerung des Speichereinsatzes am Strommarkt. Photovoltaik-Anlage und Speicher werden dabei als Gesamtsystem vermarktet und optimiert. Der Vertrag läuft von 2027 bis einschließlich 2033 und umfasst insgesamt rund 150 Gigawattstunden.

Festpreis für Strom aus Solarpark und Speicher

Statkraft wird der Mitteilung zufolge den Strom aus Photovoltaik-Anlage und Batteriespeicher gemeinsam zu einem Festpreis abnehmen und das Vermarktungsrisiko tragen. Nach Angaben der Unternehmen ermöglicht diese Konstruktion die Bankenfinanzierung des Gesamtprojekts. Die Höhe des Festpreises sowie Einzelheiten zur Finanzierung nennen sie nicht.

Durch die gemeinsame Optimierung sollen höhere Erlöse als bei einer getrennten Vermarktung von Solarstrom und Speicher erzielt werden. Statkraft gibt nach eigenen Angaben diese erwarteten Mehrerlöse über einen höheren Festpreis an den Anlagenbetreiber weiter.

Die Festpreisregelung gilt den Angaben zufolge auch für Solarstrom, der während negativer Strompreise erzeugt wird. Wattmanufactur erhält dafür ebenfalls den vereinbarten Preis. Statkraft übernimmt damit während der Vertragslaufzeit das entsprechende Vermarktungsrisiko.

Damit ist das das zweite Hybrid-PPA-Projekt, das innerhalb kürzerer Zeit bekannt wurde. Vor einigen Wochen hat Maxsolar öffentlich gemacht, eine 37-Megawatt-Photovoltaik-Batteriespeicher-Anlage so zu finanzieren. In dem Projekt rechenen die Vertragspartner „Pay as nominated“ ab.

Wie lassen sich Speicher in Co-Location mit Photovoltaik vermarkten?

Hybrid-PPAs, die Solarstrom und Batteriespeicher gemeinsam vermarkten, eröffnen je nach Vertragsmodell Vorteile für beide Seiten – für Anlagenbetreiber ebenso wie für Industrieunternehmen. Wir geben einen Überblick über vier Konzepte für virtuelle Abrechnungsmodelle, die gegebnüber physischen Konzepten einige Vorteile haben.

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