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Synergi präsentiert cloudbasierte Lösung zur Fernsteuerung und Aggregierung von Photovoltaik-Anlagen

Mit dem „PV-Manager“ des finnischen Start-ups sollen Energieversorger, Verteilnetzbetreiber und Photovoltaik-Asset-Manager Anlagen in Privathaushalten ebenso wie im Gewerbe- und Industriesegment fernsteuern, aggregieren und als eine einzige Einheit abrufen können, um sie als virtuelle Kraftwerke zu betreiben oder die Solarstromerzeugung in einem Netzgebiet zu steuern. Die Aggregierung erfolgt über die Cloud-APIs der Wechselrichterhersteller.
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Private ebenso wie C&I-Anlagen soll der „PV-Manager“ aggregieren und steuern. | Foto: Synergi/Janick Bunzel

Synergi Solutions Oy beschreibt sich selbst als „Energietechnologieunternehmen mit Fokus auf die technische Aggregation und Steuerung dezentraler Energieanlagen“. Mit dem jetzt auf den Markt gebrachten „PV-Manager“ präsentiert das Unternehmen eine cloudbasierte Lösung, mit der sich privat betriebene Photovoltaik-Anlagen ebenso wie solche von Gewerbe- und Industrieunternehmen (C&I) nicht nur fernsteuern lassen, sondern auch aggregiert und als eine gemeinsame Einheit abgerufen werden können.

Damit sollen Energieversorger, Verteilnetzbetreiber und Asset-Manager sie zu virtuellen Kraftwerken (Virtual Power Plants, VPP) bündeln oder in schon bestehende VPP integrieren können. Das Besondere daran: Der „PV-Manager“ nutzt die API-Schnittstellen (Application Programming Interface) der Wechselrichterhersteller, eigene Hardware ist nicht erforderlich. Derzeit werden nach Angaben von Synergi Wechselrichter von SMA, Fronius und Huawei im Produktivbetrieb unterstützt, weitere seien in Arbeit.

Die Entwicklung erfolgte Synergi zufolge gemeinsam mit schweizerischen Partnern, insbesondere dem Energieversorger BKW. Dieser habe das Produkt „mitgeprägt und operative Anforderungen an das herstellerübergreifende Portfoliomanagement, an die Notabregelung und an die Anbindung von Handelssystemen eingebracht“.

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Funktionsschema des „PV-Manager“ von Synergi. | Grafik: Synergi

Das Prinzip ist den Angaben zufolge das gleiche wie bei der schon praktizierten cloudbasierten Aggregation von Elektrofahrzeugen, bei der sich Anbieter an die Clouds der Automobilhersteller anbinden, um Ladevorgänge zu steuern und flexible Leistung bereitzustellen. Dies lasse sich auf die Photovoltaik und die Cloud-APIs der Wechselrichterhersteller übertragen, um dezentrale Photovoltaik-Portfolios zusammenzufassen und abregeln, vermarkten und wieder hochfahren zu können, „ohne Hardware je Standort und ohne Einsätze vor Ort“.

Die Aggregierung erfolgt demnach über die VPP-Engine von Synergi. Dort würden die Anlagen vorab gebündelt (Pre-Pooling). Die Akteure könnten die Anlagen dann per API/MQTT (ein Netzwerkprotokoll zur Kommunikation zwischen Maschinen) aus ihrem eigenen Handels- oder Leitsystem überwachen und steuern. Über das vom „PV-Manager“ generierte Signal lasse sich das gesamte Portfolio mit Latenzen von weniger als einer Minute steuern, abrufen und überwachen. Verteilnetzbetreiber könnten zudem die Solarstromerzeugung je Netzgebiet und auf Transformator-Ebene steuern. Das „PV-Manager“-Portal ist als White-Label oder im Synergi-Branding verfügbar.

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Kommentare

uwe dyroff
Sep 21, 2026

Na da schau an.
Meine Vision (von 2019) funktioniert doch am lebenden «Patienten». 🥳