Eon bietet ab 2027 Photovoltaik-Komplettpaket mit Einspeisebonus an
Viel spricht dafür, dass gerade Privathaushalte versuchen werden, sich noch vor Jahresende die aktuellen EEG-Förderbedingungen zu sichern. Mit der Novelle will das Bundeswirtschaftsministerium die Photovoltaik-Einspeisevergütung streichen. Die zeitlich begrenzte Übergangslösung für kleine Photovoltaik-Anlagen scheint dabei weniger attraktiv.
Darauf regiert Eon. Der Energiekonzern kündigte am Donnerstag ein „Solar-Komplettpaket mit Einspeisebonus“ an, das er ab dem kommenden Jahr privaten Haushalten anbieten will. Das Komplettangebot soll zu neuen Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeichern von Eon sowie von ausgewählten Handwerks- und Installationspartnern buchbar sein, wie es hieß. Voraussetzung sei, dass die Energielösungen mit dem Heimenergiemanagement von Eon kompatibel seien.
Im Falle einer 10-Kilowatt-Photovoltaik-Anlage, eines Batteriespeichers, eines Elektroautos und einer Wärmepumpe könnten Haushalte so bis zu 570 Euro an Boni und Einspeisebonus kassieren. Der Einspeisebonus ist dabei Teil des Tarifs „E.ON Home Confort“, der sich mit vielen Festpreistarifen buchen lasse. Dabei werden die Energielösungen in den Haushalten automatisch mit Photovoltaik- und Netzstrom versorgt. Der Bonus beträgt dabei 120 Euro für den Batteriespeicher, 60 Euro* für die Wärmepumpe und 240 Euro für ein Elektroauto, die von Eon dann flexibel für die Stromvermarktung gesteuert werden können. Der Einbau des intelligenten Energiemanagementsystems ermögliche dabei zusätzlich zu den Boni die optimierte Solarstromnutzung sowie eine pauschale Netzentgeltreduzierung auf Basis von Paragraf 14a EnWG. Darüber hinaus zahlt Eon noch einen Einspeisebonus von jährlich 15 Euro pro installiertem Kilowatt an Photovoltaik-Leistung für eingespeisten Solarstrom.
Der feste Einspeisebonus soll das Risiko durch schwankende Börsenstrompreise für die Kunden reduzieren. Eon zufolge unterscheidet sich sein Produkt damit von anderen Anbietern. „Mit unserem künftigen Direktvermarktungsangebot begleiten wir Solaranlagen-Neubesitzerinnen und -besitzer bei der vom Gesetzgeber angestoßenen Umstellung von der auslaufenden EEG-Einspeisevergütung hin zur Vermarktung an der Strombörse: Wir setzen ein leicht verständliches Angebot eines fixen Einspeisebonus pro Kilowattpeak Anlagenleistung auf“, erklärte Filip Thon, CEO von Eon Deutschland. „Er wird künftig Teil unseres Angebots E.ON Home Comfort werden, in dem wir alle smarten Services modular bündeln: von der Direktvermarktung von Strom bis zum intelligenten, flexiblen Laden von Solarspeicher, E-Auto und Wärmepumpe.“
*Anmerkung der Redaktion: Eon hat die Höhe des Bonus für Wärmepumpen nachträglich korrigiert. Es sind 60 statt der zunächst berichteten 80 Euro. Wir haben den Artikel entsprechend angepasst.
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: [email protected].
Please login to comment
viel wichtiger ist doch das hier:
„Der Bonus beträgt dabei 120 Euro für den Batteriespeicher, 60 Euro* für die Wärmepumpe und 240 Euro für ein Elektroauto, die von Eon dann flexibel für die Stromvermarktung gesteuert werden können.“
Damit lässt sich für Eon richtig Geld verdienen und der Kunde bekommt das Almosen und bezahlt die Hardware.
Wer dafür auf Kundenfang geht sollte sein Gewissen prüfen.
So einen Satz kann sich auch nur ein Energieversorger einfallen lassen, der bisher konstant hohe Festtarife aufruft: „Der feste Einspeisebonus soll das Risiko durch schwankende Börsenstrompreise für die Kunden reduzieren.“
Die Börsenstrompreise sind kein Risiko für die Kunden, sondern die Chance, sie durch sein optimiertes Benutzerverhalten in eine Ersparnis zu verwandeln, wenn er einen variablen Stromtarif nutzt.
Das Risiko wir eher durch konstant hohe Festtarife vermieden, wie sie bisher üblich waren. Dazu braucht man keine Eon Anlage. Das funktioniert inzwischen mit vielen HEMS (Home Energie Management Systemen) und zahlreichen variablen Stromtarifen.
Noch ein Satz dazu: Wenn man Sprit sparen will, dann geht man nicht zu seinen Tankwart und fragt ihn, wie das geht. Warum wenden sich Stromkunden an ihren Energieversorger, wenn sie Strom sparen wollen?
Das Angebot muss nicht zwingend unrentabel für E.ON ….ähhh…ich meine für den Privatier sein . Insbesondere die potentielle Erweiterung der Möglichkeiten Strom zu speichern und zu liefern ist immerhin ein großer Wurf.
Ich habe mithilfe von KI mehrfach zwei Szenerarien durchgerechnet , welche jeweils mit 30000 Euro Startenergie beginnen:
Z1 : Kauft sich für 17000 Euro eine PV-Anlage mit modernster Speichertechnologie, HEMS und 7 Eurocent /kWh Vergütung für die Teileinspeisung. Für 13000 Euro kauft sich Z1 ein Elektroauto.
A8 : Kauft sich für 13000 Euro ein Fahrzeug mit Verbrennermotor und legt die restlichen 17000 Euro auf ein Tagesgeldkonto mit 3 % Zins .
….
Wann haben beide wieder 0 EUR0 erreicht ? A8 gibt die 17 000 Euro nach und nach für Kraftstoff , Motoröl, Inspektionen und Kfz-Steuer aus . Das positive Guthaben wird also weniger.
Z1 erlöst aus der Einspeisevergütung und dem vorteilhaften Eigenstromverbrauch einen geldwerten Vorteil gegenüber A8 , welcher das negative Guthaben ( – 17000 Euro) nach und nach abbaut.
Selbst bei denkbar schlechten Szenarien ist Z1 nach spätestens 12 Jahren bei 0 Euro , besitzt aber immerhin eine PV-Anlage welche noch jahrelang geldwerte Vorteile erwirtschaftet, während A8 eine 500 EURO Export – Schleuder besitzt, und ansonsten nichts mehr.