Sonntag Energy übernimmt Agri-Photovoltaik-Geschäftsbereich von Grid Parity
Die Sonntag Energy GmbH übernimmt den Geschäftsbereich Agri-Photovoltaik der Grid Parity AG. Seit November 2025 befindet sich Grid Parity in einem Insolvenzverfahren. Mit der Übernahme des Geschäftsbereichs will Sonntag Energy nun seine Agri-Photovoltaik-Sparte skalieren. So sollen die bestehenden Projekte von Grid Parity weitergeführt und weiterentwickelt werden. Teil der Transaktion seien auch die Marke „Agri-PV“, die Domains agripv.de und agri-pv.de sowie der gesamte Webauftritt von Grid Parity.
Das Unternehmen aus Lindau am Bodensee will die Pionierarbeit von Grid Parity bezüglich Agri-Photovoltaik fortsetzen, wie es in einer Mitteilung erklärte. Das Unternehmen hatte eine eigene Modulreihe und Projektierungen sowie sich um Wissenstransfer bemüht. Sonntag Energy will zugleich einen eigenen Schwerpunkt setzen, indem es Agri-Photovoltaik mit Batteriespeichern und Energiehandel verbinden wird. Angesichts des sinkenden Marktwert Solar sei dies von entscheidender Bedeutung. Die aktuelle Marktlage zeige, dass Projekte aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen unter wirtschaftlichen Druck gerieten. „Wir haben uns nicht in die EEG-Hängematte gelegt, sondern nach Lösungen gesucht“, sagt Mark Kugel, Mitgründer von Sonntag Energy. „Dafür haben wir unsere Expertise in Photovoltaik, Batteriespeichern und Energiehandel zusammengebracht. So können wir Strom gezielter vermarkten, Netzinfrastruktur besser nutzen und die Wirtschaftlichkeit von Agri-PV-Projekten deutlich verbessern, mit oder ohne Unterstützung aus der Politik.“
Für die nächste Entwicklungsstufe der Agri-Photovoltaik sei es wichtig, Erzeugung, Batteriespeicher, Netz und Verbrauch zusammenzudenken. So würden neue Spielräume für die Wirtschaftlichkeit geschaffen, ergänzte Mitgründer Josef Haverkampf. Auch für bestehende EEG-Anlagen seien die Ergänzung von Speichern ein wichtiger Schritt, um den erzeugten Solarstrom stärker selbst zu nutzen und landwirtschaftliche Prozesse zunehmend zu elektrifizieren.
„Wenn Agri-PV wirklich skalieren soll, brauchen wir mehr als einzelne Leuchtturmprojekte“, so Mark Kugel. „Wir müssen Erfahrungen bündeln, bestehende Projekte weiterentwickeln und Lösungen schaffen, die sich auf unterschiedliche landwirtschaftliche Betriebe und Standorte übertragen lassen. Genau hier liegt für uns der Wert der Übernahme.“
Nach eigenen Angaben realisiert Sonntag Energy vornehmlich schlüsselfertige, hofnahe und baurechtlich privilegierte Agri-Photovoltaik-Anlagen. Dabei setzt das Unternehmen immer auf die Kombination mit Grün- oder Graustrom-Batteriespeichern. Typische Co-Location-Anlagen umfassen ein bis zwei Megawatt Photovoltaik-Leistung sowie ein bis zwei Megawatt Batteriespeicher-Leistung, die an einem Netzverknüpfungspunkt angeschlossen sind. Im Unterschied zu bestehenden Pachtmodellen ermöglicht Sonntag Energy zudem den Landwirten selbst Eigentümer und Betreiber der Anlagen zu werden, wie es weiter hieß.
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: [email protected].
Please login to comment