See all

Enervis PPA-Price-Tracker für Photovoltaik: PPA-Preise weiter im Aufwärtstrend

Das Preisumfeld für PPAs hat sich August weiter verbessert, wie der Enervis-Index zeigt.
Reh im Solarpark
Foto: Perigus Energy

Im August 2026 sind die Preise am Stromterminmarkt der EEX gegenüber dem Vormonat weiter angestiegen. Dabei setzte sich die Aufwärtsbewegung insbesondere bei den vorderen Lieferjahren fort, während auch bei den weiter entfernten Handelsjahren höhere Preisniveaus zu beobachten waren. Dadurch hat sich das durchschnittliche Terminpreisniveau, das als Benchmark für die PPA-Bepreisung dient, erneut erhöht. Die Entwicklung wirkt sich sowohl auf kurzfristige Absicherungen als auch auf längerfristige PPA-Laufzeiten positiv aus.

Die von uns für August 2026 berechneten generischen Preise für einen zehnjährigen Photovoltaik-PPA mit Vertragsbeginn im Frontmonat September 2026 liegen unter Berücksichtigung marktüblicher Abschläge für die Wertigkeit des Erzeugungsprofils, Abwicklungs- und Risikokosten sowie erwarteter Erlöse aus Herkunftsnachweisen in einer Spanne von 28 bis 40 Euro pro Megawattstunde und damit erneut leicht über dem Niveau des Vormonats.

Damit hat sich das Preisumfeld für PPAs im August weiter verbessert. Insbesondere die höheren Terminmarktpreise erhöhen die Attraktivität kurzfristiger Absicherungen. Sollten sich die höheren Preisniveaus zunehmend auch in den weiter entfernten Lieferjahren etablieren, könnte dies auch langfristigen PPAs zusätzliche Impulse geben.

PPA-Price-Index von Enervis für PV, Stand August 2026
Methodische Erläuterung: Der Enervis PPA-Price-Tracker zeigt auf Basis typischer PPA-Bewertungsparameter einen monatlichen Preiskorridor für Photovoltaik-PPAs im deutschen Strommarkt. Ausgangsbasis der Berechnung des generischen PPA-Preises ist ein Mischpreis der Terminmarktnotierungen des vergangenen Monats für die angenommene PPA-Laufzeit. Hierfür werden die in der angenommenen PPA-Laufzeit liegenden Monats-, Quartals- und Jahresprodukten der EEX für die deutsche Preiszone herangezogen. Für den generischen Photovoltaik-PPA werden 10 Jahre Laufzeit mit Beginn im Frontmonat unterstellt. Darauf wird der mittlere erwartete Abschlag des technologiespezifischen Referenzmarktwertes und ein Ab- oder Aufschlag aus projektspezifischen Einflüssen (Standort, Anlagentechnologie, Parklayout, Wetterjahr) für die angenommene PPA-Laufzeit angewendet. Dieser stammt aus unseren eigenen szenariobasierten Strommarktmodellierungen. Die Streuung des spezifischen Marktwertes um den erwarteten Referenzmarktwert herum wird auf Basis unseres PPA-Atlas abgebildet. Aufsetzend darauf wird die typische Streubreite für Abwicklungs- und Risikokosten eines PPA berücksichtigt. Abschließend wird die Streubreite von Erlösen für Herkunftsnachweise preiserhöhend berücksichtigt. Der dargestellte Korridor der ermittelten PPA-Preise basiert auf einer Kumulation der in der Berechnung unterstellten Schwankungsbreiten. | Quelle: Enervis
Christian Schock, Enervis

— Der Autor Christian Schock ist Senior Consultant bei der energiewirtschaftlichen Beratung Enervis und hier für Photovoltaik- und Wind-relevante Themen zuständig. Seine Expertise reicht vom systematischen Vergleich von Preisen und Vertragsinhalten von Power Purchase Agreements und Direktvermarktungsverträgen sowie deren Beschaffung für Stromerzeuger bis hin zum Monitoring marktseitiger und regulatorischer Entwicklungen im deutschen Photovoltaik- und Wind-Markt.—

Die Blogbeiträge und Kommentare auf http://www.pv-magazine.de geben nicht zwangsläufig die Meinung und Haltung der Redaktion und der pv magazine group wieder. Unsere Webseite ist eine offene Plattform für den Austausch der Industrie und Politik. Wenn Sie auch in eigenen Beiträgen Kommentare einreichen wollen, schreiben Sie bitte an [email protected].

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: [email protected].

Kommentare