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SFV sieht keinen Vorzieheffekt beim Bau kleiner Photovoltaik-Anlagen

Der Photovoltaik-Zubau im Segment bis 25 Kilowatt bleibt 2026 bislang hinter dem Vorjahresniveau zurück. Es gibt laut Solarenergie-Förderverein Deutschland also keinen vorgezogenen Investitionsschub angesichts der für 2027 geplanten EEG-Änderungen. Als einen Grund nennt der Verein die Unsicherheit über die künftigen Vergütungs- und Einspeiseregeln.
Photovoltaik, Dachanlage
Der SFV empfiehlt Betreibern bereits geplanter kleiner Photovoltaik-Anlagen, diese möglichst noch 2026 in Betrieb zu nehmen. | Foto: VZ NRW/adpic

Trotz der geplanten Änderungen bei der Photovoltaik-Förderung zeichnet sich nach Angaben des Solarenergie-Fördervereins Deutschland (SFV) bisher kein verstärkter Zubau kleiner Anlagen ab. Im sogenannten Heimsegment bis 25 Kilowatt liege die Zahl der Neuinstallationen 2026 weiterhin unter dem Vorjahresniveau.

Hintergrund ist die geplante EEG-Novelle für 2027, deren Entwurf das Bundeskabinett am 29. Juli beschlossen hat. Der SFV erwartet dadurch schlechtere wirtschaftliche Bedingungen für kleine Photovoltaik-Anlagen und hatte sich im Gesetzgebungsverfahren mit einer entsprechenden Stellungnahme eingebracht. Nach Einschätzung des Vereins führen die noch nicht abschließend geklärten künftigen Vergütungs- und Einspeiseregeln derzeit eher zu einer abwartenden Haltung bei privaten und gewerblichen Interessenten als zu einem Vorzieheffekt.

Der SFV empfiehlt Betreibern bereits geplanter Anlagen deshalb, diese möglichst noch 2026 in Betrieb zu nehmen. Damit könnten sie sich die derzeit geltenden Konditionen sichern. Zugleich warnt der Verein davor, wegen des verbleibenden Zeitfensters überteuerte Angebote anzunehmen oder Abstriche bei Planung und Installation zu machen. „Eile ist geboten, aber bleiben Sie ebenso vorsichtig“, sagt SFV-Geschäftsführerin Susanne Jung. Interessenten sollten trotz des Zeitdrucks auf eine fachgerechte Planung und Betreuung achten.

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Kommentare

Tom Iltmann
Aug 27, 2026

Bei der Diskussion über die künftig geplante Vergütung mit Börsenstrompreisen liegt die Schwerpunkt auf den Hinweis der Gefahren von negativen Preisen.
Allerdings liegen diese bei unter 1000 Stunden im Jahr, das Jahr hat aber über 8000 Stunden. Dabei sind bei weit über der Hälfte der Stunden die Börsenpreise bei über 10 Cent. Aktuell sogar über 20 Cent.
Statt also ständig auf die Nachteile hinzuweisen, macht es evtl. Sinn auch die Chancen aufzuzeigen. Nicht umsonst gibt es ja (zu Recht?) Einwände, die es nicht gut finden, dass Anlagen, die dieses Jahr ans Netz gehen und die feste Vergütung bekommen, nicht in die Vermarktung wechseln können.

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Frank Bleichinger
Aug 27, 2026

Wann liegen denn die Börsenstrompreise im negativen Bereich? Wenn die Sonne scheint und die PV Anlagen produzieren bzw. in Zukunft sogar gedrosselt werden.
Wann liegt der Börsenstrompreis über 10 ct/kWh? Wenn die Sonne nicht scheint. Da helfen auch die >8000 Stunden des Jahres nicht.
Chancen ergeben sich nur, wenn der Strom gespeichert und zu Hochpreisphasen verkauft werden kann. Dann muss sich aber zusätzlich der Speicher mitrechnen.
Letztendlich wird sich eine Direktvermarktung ohne Speicher für kleinere (Privat-) Anlagen nicht mehr lohnen, zumal ja auch noch die Vermarktungsgebühren betrachtet werden müssen.