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Weltweite Batteriespeicher-Leistung wird sich bis 2030 versechsfachen

Global Data erwartet bis zum Ende des Jahrzehnts eine Wachstumsrate von 42 Prozent pro Jahr. Als Gründe nennen die US-Analysten unter anderem den Flexibilisierungsbedarf bei den Erneuerbaren sowie sinkende Speicherkosten.
Die weltweite Speicherleistung – im Bild eine Anlage in Australien – soll 2030 bei 1.300 Gigawatt liegen. | Bild: Akaysha Energy

Der Photovoltaik- und Windenergie-Zubau, Einspeisebeschränkungen, die wachsende Stromnachfrage durch Industrie und Rechenzentren, sinkende Kosten für Lithium-Ionen-Batterien, förderliche politische Rahmenbedingungen: All das lässt nach Einschätzung der US-Analysten von Global Data die installierte Batteriespeicher-Leistung von 2025 bis 2030 um durchschnittlich 42 Prozent im Jahr steigen.

Waren dem neuen, kostenpflichtigen Report von Global Data zufolge Ende des letzten Jahres weltweit 225 Gigawatt Speicherleistung installiert, so soll der Wert bis 2030 auf 1.300 Gigawatt steigen. Fast drei Viertel der Ende 2025 installierten Speicherleistung entfielen auf China und die USA. Als Gründe nennt Global Data unter anderem eine speicherfreundliche Regulierung und die Installation von Großanlagen.

Die US-Experten erwarten, dass Co-Location-Anlagen, insbesondere Photovoltaik plus Speicher, zum Standard werden. Das ermögliche eine Überbauung von Netzanschlusspunkten. Zudem steigere das Konzept die Einnahmen, da sich die Einspeisung in Zeiten mit höheren Strompreisen verlagern lässt.

Speicher schützen Rechenzentren

Zudem geht Global Data davon aus, dass Batteriespeichersysteme (BESS) zu einem zentralen Instrument für Notstromversorgung und Lastausgleich in Rechenzentren werden. Dabei gehen sie über die kurzzeitige Unterstützung durch unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) hinaus. Da sie den Stromfluss zwischen Netz und den IT-Anlagen regeln können, schützen sie die Systeme so vor Netzproblemen und lokalen Leistungsbeschränkungen. „Batterien reagieren innerhalb von Millisekunden. Sie können deshalb plötzliche Spannungs- oder Frequenzschwankungen bewältigen und während der Umschaltung eine sofortige Notstromversorgung gewährleisten“, sagt Rehaan Shiledar, Strommarkt-Analyst bei Global Data.

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