Varta beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung
Seit mehr als 130 Jahren fertigt Varta Batterien, auch für besondere Missionen: Sie kamen sowohl bei der Nordpol-Expedition von Fridtjof Nansen wie auch bei der ersten Mondlandung zum Einsatz. Jetzt hat das Traditionsunternehmen mit Hauptsitz in Ellwangen beim Amtsgericht Stuttgart Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.
Von der Insolvenz betroffen sind die Muttergesellschaft sowie alle Tochterunternehmen mit Ausnahme von Varta Consumer Batteries, das Haushaltsbatterien und Powerbanks fertigt. Das Geschäft mit Solarspeichern und Energiemanagementsystemen ist in der Gesellschaft Varta Storage gebündelt, die nun ebenfalls dem Insolvenzverfahren unterliegt. Diese Speicher produziert Varta in Nördlingen bei Augsburg.
Komplexe Konzernstruktur erschwert Sanierung
Als Gründe für die Insolvenz nennt Varta deutlich verschlechterte Marktbedingungen, eine schwächere Nachfrage, negative Währungskurseffekte sowie die Entscheidung eines Ankerkunden, die Zusammenarbeit zu beenden. Dabei handelt es sich um Apple. Varta hat den US-Technologiekonzern mit Batterien für dessen Kopfhörer beliefert.
Zudem verweist Varta darauf, dass die komplexen internen Verflechtungen in den bestehenden Konzernstrukturen eine Sanierung erschweren. All das zusammen führten zu einer strukturelle Finanzierungslücke auf Ebene der Konzernmuttergesellschaft.
Varta will sein operatives Geschäft im Rahmen der insolvenzrechtlichen Vorgaben uneingeschränkt fortführen. Produktion, Service, Auslieferungen sowie Support für Partner und Kunden sollen unter den insolvenzrechtlichen Rahmenbedingungen weiterlaufen. Dazu gehöre auch, Löhne und Gehälter weiterzubezahlen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 3.300 Menschen.
Bei einer Insolvenz in Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung im Amt, ein Insolvenzverwalter wird nicht bestellt – lediglich ein sogenannter Sachwalter, der Kontrollaufgaben übernimmt. Damit hat das Amtsgericht Stuttgart den Stuttgarter Rechtsanwalt Tobias Wahl beauftragt.
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„..verweist Varta darauf, dass die komplexen internen Verflechtungen in den bestehenden Konzernstrukturen eine Sanierung erschweren“
Der Nichtschwimmer schiebt es auch immer wieder auf die Badehose.
„Als Gründe für die Insolvenz nennt Varta deutlich verschlechterte Marktbedingungen, eine schwächere Nachfrage, negative Währungskurseffekte…“
Der nächste Nichtschwimmer…
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