Feuer in 1,5-Megawatt-Batteriespeicher in Bautzen gelöscht
„Aus aktueller Sicht ist das Feuer aus.“ Dies teilte die Stadt Bautzen am Donnerstagmorgen mit. Um den Brand zu löschen, habe ein Bagger den Container geöffnet und damit dem Löschunterstützungsfahrzeug LUF 60, einem ferngesteuerten Roboter der Berufsfeuerwehr Dresden, Zugang verschafft. Mit weiteren 3000 Liter pro Minute sei der Brand dann gezielt gelöscht worden. „Nun laufen Kontrollarbeiten, das heißt, es werden engmaschig Temperaturkontrollen durchgeführt, zusammen mit Fachberatern werden Proben an Häusern sowie Wasserproben entnommen und ins Labor geschickt“, so die Stadt in ihrer Mitteilung weiter. In der sächsischen Stadt nahe der polnischen Grenze kam es am Dienstagnachmittag zu einem Brand in einem 1,5 Megawatt-Batteriespeicher.
Es handelt sich um einen Lithium-Speicher in vier Überseecontainern mit insgesamt 1,5 Megawatt Leistung, erklärte ein Sprecher der Stadt Bautzen auf Anfrage von pv magazine. Die Feuerwehr war seit Dienstag 16 Uhr vor Ort mit den Löscharbeiten beschäftigt. Die Ursache für das Feuer sei bisher noch nicht bekannt, so der Sprecher weiter. Es sei jedoch Kontakt zum Eigentümer aufgenommen worden. Den Namen wollte der Stadtvertreter nicht öffentlich nennen.
Das Löschen des Batteriespeichers gestaltet sich schwierig, auch weil die Erfahrungen bislang fehlten, so der Sprecher weiter. Die Feuerwehrleute konnten den Brand nicht direkt löschen. Daher kühlten sie den Batteriespeicher seit Dienstagnachmittag mit 5000 Liter Wasser pro Minuten, um das Risiko einer Explosion soweit wie möglich zu reduzieren, sagte der Sprecher. Zudem wurde der Batteriecontainer mit Drohnen aus der Luft überwacht.
Bereits kurz nach Ausbruch des Feuers hatte die Stadt Bautzen die Menschen im Altstadtbereich aufgefordert, Fenster geschlossen zu halten und Klimaanlagen abzuschalten. Es sei ein Brandgeruch wahrnehmbar, sagte der Sprecher. Die Feuerwehr sei auch regelmäßig mit einem Messfahrzeug unterwegs, habe bislang aber keine Schadstoffe in den Dämpfen feststellen können. Am gestrigen Nachmittag seien zudem 25 Menschen in unmittelbarer Nähe zum Brandort evakuiert worden. In der Nacht seien 17 weitere Personen aus der Zone gebracht worden. Verletzt wurde jedoch niemand, wie der Sprecher erklärte. Mittlerweile hat die Stadt alle Vorsichtsmaßnahmen für die Anwohner aufgehoben.
Die Stadt und die Feuerwehr Bautzen gehen davon aus, dass die Maßnahmen zur Kühlung des Batteriespeichers noch den ganzen Mittwoch anhalten werden. Auch die Evakuierung der Anwohner soll solange aufrecht erhalten werden. Für 14 Uhr ist eine neue Lagebesprechung geplant. In der Nacht hatte die Feuerwehr stündlich Lage-Updates gegeben. Dies stellte sie am Morgen ein, da sie die Lage mittlerweile als „statisch“ einschätzte.
Anmerkung der Redaktion: Es handelt sich um eine aktualisierte Fassung des am 22.7.2026 veröffentlichten Artikel zum Brand des Batteriespeichers in Bautzen.
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: [email protected].
Please login to comment
Angesichts der Serienreife von Natrium-Speichern sollten Lithium-Speicher nur noch für mobile Zwecke eingesetzt werden. Stationäre Natrium-Speicher werden günstiger und sicherer sein. Lithium ist viel zu wertvoll um es für stationäre Speicher zu ver(sch)wenden.