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SMA hebt Prognose an

Das zweite Quartal lief für den Wechselrichter-Hersteller besser als gedacht. Dies lag auch daran, dass die Vorräte entgegen ursprünglichen Erwartungen durch eine gezielte Verkaufsmaßname Abnehmer im Zweitmarkt fanden. Zudem erfolgte eine schnelle Rückerstattung der unrechtmäßig erhobenen IEEPA-Zölle.
SMA, Fabrik, Sonnenuntergang
Foto: SMA Solar Technology AG

SMA Solar Technology hat im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 345,7 Millionen Euro erzielen können. Dies liegt etwas unter dem Niveau des Vorjahresquartals mit 357,1 Millionen Euro, wie das hessische Photovoltaik-Unternehmen am Donnerstagabend auf Basis noch ungeprüfter Zahlen veröffentlichte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel mit 64,7 Millionen Euro allerdings deutlich höher aus, als Analysten zuvor erwarteten. Im Vorjahresquartal musste SMA noch einen Verlust von 15,5 Millionen Euro verbuchen. Ähnlich auch die Situation beim Ergebnis vor Steuern und Abgaben (EBIT). SMA verzeichnete einen Gewinn von 51,5 Millionen Euro. Analysten hatten 32 Millionen Euro geschätzt, und im Vorjahr lag das EBIT noch bei -30,4 Millionen Euro.

Diese positive Ergebnisentwicklung hat SMA zufolge mehrere Gründe. So seien die von der US-Regierung verhängten und mittlerweile als rechtswidrig eingestuften IEEPA-Zölle bereits im zweiten Quartal 2026 nahezu vollständig zurückerstattet worden. Dies sei früher als erwartet eingetreten und habe sich vor allem auf die Zahlen der Division „Large Scale & Project Solutions“ ausgewirkt. Das Unternehmen geht für diesen Geschäftsbereich von einem Umsatz von 262,1 Millionen Euro und einem EBIT von 44,6 Millionen Euro aus. Beide Werte bleiben hinter den Vorjahresergebnissen zurück.

Desweiteren konnte SMA nach eigenen Angaben Wertberichtigungen auf Vorräte auflösen. So seien für diese Vorräte mit einer gezielten Verkaufsmaßnahme Abnehmer auf dem Zweitmarkt gefunden worden. SMA hatte damit nicht gerechnet. In der Division „Home & Business Solutions“ führte dies im zweiten Quartal zu einem positiven Ergebniseffekt von 21,7 Millionen Euro. Das EBIT lag mit 0,5 Millionen Euro im Plus. Im zweiten Quartal 2025 verursachte dieser Geschäftsbereich noch einen EBIT-Verlust von 83,2 Millionen Euro. Auch sei eine gestiegene Nachfrage in diesem Segment zu verzeichnen gewesen, weshalb auch der Umsatz mit 83,3 Millionen Euro über Vorjahresniveau lag.

Operativ ohne Einmaleffekte durch die IEEPA-Zölle lag der Umsatz im zweiten Quartal 2026 voraussichtlich bei 368 Millionen Euro, das EBITDA bei 40,9 Millionen und das EBIT bei 27,7 Millionen Euro, wie es von SMA weiter hieß. Auf Basis dieser positiven Marktentwicklung und unter Annahmen günstigerer Wechselkursentwicklungen hob der Vorstand auch die Prognose für Umsatz und EBITDA im laufenden Geschäftsjahr an. Es werde nun von einem Umsatz zwischen 1625 und 1725 Millionen Euro ausgegangen. Bisher lagen die Erwartungen bei 1475 bis 1.675 Millionen Euro und einem EBITDA zwischen 180 und 230 Millionen Euro (zuvor: 50 bis 180 Millionen Euro).

Die finalen Zahlen und seinen Halbjahresbericht wird SMA am 13. August veröffentlichen.

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