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Bundesnetzagentur erwartet Netto-Zubau von 1268 Megawatt im Juni

Im ersten Halbjahr sind nach den aktuellen Zahlen knapp 7400 Megawatt Photovoltaik-Leistung in Deutschland hinzugekommen. Auch im Juni lag der Zubau bei Freiflächenanlagen weiterhin höher als bei Dachanlagen.
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Der Photovoltaik-Zubau im Juni liegt in einem ähnlichen Bereich wie im April und Mai. | Quelle: Bundesnetzagentur

Im Juni sind nach der aktuellen Auswertung der Bundesnetzagentur in Deutschland Photovoltaik-Anlagen mit 1286,2 Megawatt neu in Betrieb genommen worden. Diese Annahme, die die Bonner Behörde am Mittwoch veröffentlichte, basiert auf der Auswertung des Marktstammdatenregisters zum 13. Juli und enthält einen Aufschlag von 15 Prozent, da bis Ende Juli die reguläre Anmeldefrist für neue Photovoltaik-Anlagen aus dem Juni läuft. Berücksichtigt man zudem die Stilllegungen aus dem Monat, beläuft sich der Netto-Zubau auf 1268,2 Megawatt.

Für das erste Halbjahr gibt die Bundesnetzagentur nach aktuellem Datenbestand einen Nettozubau der Bruttoleistung von 7394,4 Megawatt für die Photovoltaik an. Bei Windkraft an Land lag der Zubau im ersten Halbjahr bei knapp 1943 Megawatt und bei Windparks auf See bei 1062,2 Megawatt.

Die Detailauswertung für den Juni zeigt nur wenig Veränderung zu den Vormonaten. Auch im April und Mai lag der Zubau um die 1300 Megawatt. Bei den Segmenten trugen mit 572,7 Megawatt die Freiflächenanlagen wieder den größeren Teil zum Juni-Zubau bei. Bei den Dachanlagen sind es nach dem bisherigen Stand knapp 32.400 neue Systeme mit 493,8 Megawatt, die für Juni neu im Marktstammdatenregister verzeichnet wurden. Dies bleibt noch unter den Werten der Vormonate seit März, kann sich aber aufgrund der Nachmeldungen in der kommenden Zeit noch deutlich ändern. Bei Stecker-Solar-Geräten verzeichnete die Bundesnetzagentur im Juni bei den Registrierungen einen Rückgang. Es kamen knapp 37.000 neue steckerfertige Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 51,7 Megawatt hinzu.

Im ersten Halbjahr sind damit brutto bislang gut 185.000 neue Dachanlagen mit insgesamt 3186,4 Megawatt zugebaut worden. Bei Freiflächenanlagen verzeichnet die Bundesnetzagentur 1002 neue Anlagen mit insgesamt 4010,4 Megawatt. Hinzu kommen in den ersten sechs Monaten noch fast 203.500 neu gemeldete Stecker-Solar-Geräte mit 278,1 Megawatt sowie neun sonstige Solaranlagen mit 3,7 Megawatt Gesamtleistung.

EWS, Auswertung Photovoltaik-Zubau, 1. Halbjahr 2022 bis 2026
Während die Veränderungen bei den Großanlagen marginal sind, ist die Nachfrage nach kleineren Anlagen im Vergleich zu den Vorjahreszeiträumen weiter rückläufig. Die zugebaute Leistung der Großanlagen hat sich dabei allerdings weiter erhöht. | Grafik: EWS

EWS veröffentlichte am Mittwoch auch seine Detailauswertung. Dabei zeigt sich, dass das erste Halbjahr 2026 in allen Segmenten schwächer ausfiel als noch im Vorjahreszeitraum. Marginal war der Rückgang dabei bei den größeren Anlagen mit mehr als 750 Kilowatt Leistung, bei denen es sich vornehmlich um Freiflächenanlagen handeln dürfte. Bei der Anzahl der Anlagen bis 750 Kilowatt Leistung verzeichnete EWS 388.000 Neuregistrierungen im Marktstammdatenregister. Dies sind 18 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025 und fast ein Drittel weniger als noch im ersten Halbjahr 2025. Besonders stark sei dabei der Rückgang in den Segmenten 100 bis 750 Kilowatt sowie 30 bis 100 Kilowatt ausgefallen.

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