Opes bringt Hochvolt-DC/DC-Wandler für Nutzfahrzeuge heraus
Opes Solar Mobility hat seinen neuen Hochvolt- DC/DC-Wandler „OSM 60/875 MPPT“ vorgestellt. Es handelt sich um einen galvanisch getrennten DC/DC-Wandler mit integriertem MPPT-Regler. Damit lasse sich Niederspannungs-Photovoltaik-Leistung unter 60 Volt direkt in Hochvoltleistung zwischen 200 und 875 Volt umwandeln. Eine Einheit verarbeitet Opes zufolge bis zu 1,5 Kilowatt.
Das Gerät schließe eine Lücke bei der Integration von fahrzeugintegrierter Photovoltaik in Nutzfahrzeugen. Batterieelektrische Fahrzeuge und elektrifizierte Komponenten wie Kühlaggregate arbeiten mit Hochvoltarchitekturen, in die Niederspannungs-Photovoltaik-Systeme bisher nicht direkt einspeisen konnten. Der Wandler „OSM 60/875 MPPT“ ermöglicht nun die direkte Einspeisung. „Solar lädt die Batterie nach, während das Fahrzeug steht oder fährt. Wie unsere Solarmodule ist auch der DC/DC Wandler von Grund auf für Fahrzeuge entwickelt, damit sie verlässlich eigene Energie erzeugen können“, sagt Robert Händel, Geschäftsführer von Opes Solar Mobility.
Mit 200 bis 875 Volt deckt der Wandler ein breites Spektrum an Hochvoltarchitekturen in Bussen, Lkw und Aufliegern ab. Mit dem Einsatz des Geräts sinke somit der Bedarf nach fahrzeugspezifischen Sonderlösungen. Ein dynamischer P&O-MPPT-Algorithmus sorgt Opes zufolge für stabile Energieübertragung auch bei schnell wechselnder Einstrahlung, wie sie im Fahrbetrieb typisch ist.
Der Wandler wird direkt über den Photovoltaik-Eingang versorgt. Wenn keine Sonneneinstrahlung vorliegt, bleibt er inaktiv und verhindert damit eine ungewollte Entladung der Batterie. Das Gehäuse sei IP67-geschützt, passiv gekühlt und für den Einbau in beengte Räume wie Fahrgestellrahmen oder Kühlaggregate ausgelegt, so das Unternehmen weiter. Die Kommunikation erfolge über CAN J1939.
Als Vorteile des Hochvolt DC/DC-Wandlers nennt Opes den reduzierten Verkabelungsaufwand, geringere Installationszeit und weniger mögliche Fehlerquellen. Die liege daran, dass die bisherigen Systeme für eine Hochvolt-Integration mehrere Umwandlungskomponenten und zusätzliche Niederspannungsbatteriesysteme benötigten. Mit dem neuen Gerät könnten Nutzfahrzeuge mit integrierter Photovoltaik-Lösung je nach Fläche und Anwendungsfall jährliche Energieeinsparungen von bis zu rund 6500 Euro erzielen. Die Amortisationszeit des gesamten Systems mit Solarmodulen liegt Opes zufolge bei zwei bis vier Jahren.
„Passive Kühlung, keine beweglichen Teile, keine Wartungsintervalle. Wir benötigen neue Lösungen, um den Transportverkehr grüner, aber auch effizienter zu machen. Solareinspeisung spart nicht nur CO₂, sondern auch Kosten“, sagt Robert Händel.
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Ggf. auch eine interessante Option für Wohnmobile/Campingvans. Nächstes Jahr kommt ein neuer Fiat Ducato (womit auch all dessen Derivate von Opel, Peugeot, Citroen, Iveco, Toyota erneuert werden). Damit werden attraktivere Elektrovarianten kommen. Auch den bisherigen Ducato gibt es zwar als Elektroversion, aber das ist ein 20 Jahre altes Modell, dass nachträglich auf Elektro umgerüstet wurde, wodurch kaum Nutzlast übrig bleibt. Ebenfalls kommt bald ein neuer eCrafter von VW.
Damit wird bei Wohnmobilen/Campingvans die Transformation zur Elektromobiltät endlich in Gang kommen. Auf das Dach der Kastenwagen/Wohnmobile bekommt man häufig 800-1000 W PV. Dabei geht es nicht darum, Fahrenergie zu gewinnen, sondern den Stand-Strombedarf für Kochen, Klimatisierung, etc. zu decken. Mit so einem DC/DC-Wandler kann man den Strom vom Fahrzeugdach dann in die Hauptbatterie drücken und brauch kein zweites Batteriesystem mehr.
Schön wäre es ja, wenn der Hersteller auch Datenblätter und eine Preisvorstellung kommunizieren würde – auf der Webseite konnte ich nichts dergleichen finden 🙁
Hi zusammen, ich verstehe die Rechnung mit 6500€ jährlichen Einsparung nicht ganz, kann es einer erklären? 1,5kW Leistung, lass die Sonne 9Std. lang einstrahlen x 365 Tage. Ergibt 5000kWh, bei 0,4€/kWh sind es 2000€. Dann kostet der DC/DC 3000€ Material und 500.000€ Integration amortisiert über 1000 Fahrzeuge im ersten Jahr -> +500€ pro Teil. Dann kommt noch Ausfallwahrscheinlichkeit hinzu, z.b. 20% im ersten Jahr 10.000€ pro Fall, also 200.000€ Service Kosten amortisiert über 1000 Fahrzeuge+200€. Aufgerundet zahlt man pro Teil 4000€ und muss erst zwei Jahre das Fahrzeug betreiben, um die Kosten zu decken. Im dritten Jahr wird man dann 2000€ damit einsparen können. Ist der Gedankengang etwa falsch?