Trump-Regierung arbeitet Berichten zufolge an einem Verbot chinesischer Photovoltaik-Wechselrichter
Laut einem Bericht von Reuters, der sich auf anonyme Quellen mit Kenntnis der Pläne beruft, arbeiten Beamte der Trump-Regierung an einem Verbot von Solarwechselrichtern chinesischer Hersteller.
Die vorgeschlagenen Beschränkungen, die derzeit von der Federal Communications Commission ausgearbeitet werden, würden den Einsatz von in China hergestellten Wechselrichtern in Energieprojekten innerhalb der Vereinigten Staaten untersagen und könnten noch in diesem Jahr veröffentlicht werden.
Quellen zufolge wird die Maßnahme als Reaktion auf wachsende Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit entwickelt, da die politischen Entscheidungsträger bestrebt sind, das kritische Stromnetz und die Infrastruktur für erneuerbare Energien des Landes vor potenziellen ausländischen Eingriffen zu schützen.
Auf Anfrage erklärte die chinesische Botschaft in Washington D.C. gegenüber Reuters, sie lehne „die übermäßige Ausweitung des Begriffs der nationalen Sicherheit und die ungerechtfertigte Unterdrückung chinesischer Unternehmen entschieden ab“. Die Botschaft forderte zudem „ein faires, gerechtes und diskriminierungsfreies Umfeld“ für chinesische Unternehmen.
Dieser Schritt folgt auf ein ähnliches Verbot, das am 23. April in Europa in Kraft trat. Die Europäische Kommission erließ eine Richtlinie für die Europäische Investitionsbank, zukünftig von Finanzierungen für Projekte mit Wechselrichtern aus „Hochrisiko-Ländern“ abzusehen. In Europa werden rund 20 Prozent des Projektvolumens über die Europäische Investitionsbank finanziert.
Auch der Schritt der EU stieß bei chinesischen Regierungsvertretern auf scharfe Kritik. In einer Erklärung des chinesischen Handelsministeriums (MOFCOM) hieß es: „Die Einstufung Chinas als ‚Hochrisikoland‘ durch die EU wird das gegenseitige Vertrauen zwischen China und der EU untergraben, die bilaterale Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit stören, Industrie- und Lieferketten sowohl im Kontext China–EU als auch weltweit destabilisieren und sogar das Risiko einer Entkopplung und weiterer Störungen der Lieferketten bergen.“
Zuvor hatte das US-Verteidigungsministerium (DOD) mehrere namhafte chinesische Energiespeicherunternehmen in seine Liste der als „chinesische Militärunternehmen“ eingestuften Firmen aufgenommen. Zu den aufgeführten Unternehmen gehören CATL, BYD, JA Solar, Trina Solar, Three Gorges und Huawei. Die Aufnahme in diese Liste bedeutet, dass es dem DOD ab 2027 untersagt sein wird, Geschäfte mit den genannten Unternehmen zu tätigen.
Auch die deutsche Bundesregierung prüft in einem ressortübergreifenden Verfahren, ob ein Verbot chinesischer Wechselrichter nach Paragraf 41 BSI-Gesetz möglich und sinnvoll ist.
Experten sagen, dass die Cybersicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Geräten wie Wechselrichtern nicht unbegründet sind, fügen jedoch hinzu, dass Verbote nicht das letzte Wort bei der Stärkung der Sicherheit sein werden. In einem kürzlich erschienenen Gastbeitrag für pv magazine Global erklärte Uri Sadot, CEO von SolarDefend, dass der Fokus der europäischen Gesetzgeber auf der Schaffung „klarer technischer Standards liegen sollte, die auf Zero-Trust-Prinzipien basieren und branchenweit einheitlich angewendet werden“.
Unabhängig vom EU-Verbot oder einem künftigen US-Verbot für chinesische Wechselrichter laufen bestehende Solaranlagen weltweit mit chinesischer Hardware, und selbst in den USA ansässige Hersteller verwenden bei der Herstellung ihrer Produkte zahlreiche chinesische Komponenten.
Im Jahr 2025 veröffentlichte Reuters einen Bericht über versteckte Geräte, die angeblich in chinesischen Wechselrichtern entdeckt worden waren. Anonyme Quellen behaupteten, US-Experten hätten in einigen chinesischen Solarwechselrichtern „unzulässige Kommunikationsgeräte“ gefunden, die nicht in den Produktunterlagen aufgeführt waren.
Anfang dieses Jahres gaben Behörden des US-Energieministeriums bekannt, dass sie bei der Überprüfung einer Gruppe von etwa 30 Wechselrichtern im Anschluss an die ersten Berichte keine Hinweise auf böswillige oder absichtliche Abweichungen in der Kommunikation gefunden hätten. Das Energieministerium warnte jedoch, dass Bedrohungen in der Lieferkette weiterhin bestünden und die „Komplexität der Lieferketten für Wechselrichter“ Möglichkeiten für Cybersicherheitsverletzungen und bösartige Komponenten schaffen könnte.
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„Laut einem Bericht von Reuters, der sich auf anonyme Quellen mit Kenntnis der Pläne beruft, arbeiten Beamte der Trump-Regierung an einem Verbot von Solarwechselrichtern chinesischer Hersteller.
Die vorgeschlagenen Beschränkungen, die derzeit von der Federal Communications Commission ausgearbeitet werden, würden den Einsatz von in China hergestellten Wechselrichtern in Energieprojekten innerhalb der Vereinigten Staaten untersagen und könnten noch in diesem Jahr veröffentlicht werden.“
Ist da bekannt, ob das auch für den privaten Bereich zutrifft oder gilt das nur für öffentliche Projekte?
Wie wird sich EU/Europa verhalten?
Untersuchungen des US-Energieministeriums haben also keine Hinweise auf unzulässige Kommunikationseinrichtungen gefunden, die Geräte sollen aber trotzdem verboten werden.
Das sieht für mich doch sehr willkürlich aus. Ob solch ein Gesetz ohne Beweise wirklich Bestand in US bzw. EU hat, bezweifele ich.