Frei zugängliches Dashboard zeigt Fahrweise des Eco-Stor-Großspeichers Bollingstedt
Eco Stor gewährt jetzt einen detaillierten Einblick, wie sich Großspeicher betreiben lassen, die ihren Netzanschluss per FCA (Flexible Connection Agreement) bekommen haben: Der deutsch-norwegische Speicher-Projektierer hat ein kostenlos nutzbares Dashboard freigeschaltet, über das Interessenten die Fahrweise seines 103,5-Megawatt-Speichers im schleswig-holsteinischen Bollingstedt nachvollziehen können.
Für diesen Speicher hatte Eco Stor eine flexible Netzanschlussvereinbarung mit der Eon-Tochter Schleswig-Holstein Netz getroffen. Da die Erfahrungen positiv waren, will der Energiekonzern bis zum Jahresende einen standardisierten FCA für Batteriespeicher deutschlandweit in seinem Verteilnetz ausrollen.
Kernidee dieser Vereinbarungen ist es, den Speicherbetrieb stärker an der jeweiligen Netzauslastung und Erneuerbare-Einspeisung auszurichten. Das soll es möglich machen, an den vorhandenen Netzkapazitäten mehr Anlagen anzuschließen.
Dashboard soll Beitrag zur Netzstabilität sichtbar machen
Mit dem neuen Dashboard lässt sich viertelstundengenau nachvollziehen, wie der Batteriespeicher entlang dynamischer Netzrestriktionen, der FCA und eines auf Auslastungsmonitoring (ALM) basierenden Netzbetriebs arbeitet. Das Tool bildet die zulässigen Lade- und Entladeleistungen, die tatsächliche Fahrweise des Speichers sowie die Wechselwirkungen mit Windstrom- und Photovoltaik-Einspeisung und Netzlast ab.
Dabei wird sichtbar, wie Steuerungsalgorithmen Speicher antizyklisch zu Einspeisespitzen aus erneuerbaren Energien betreiben, so Eco Stor. Das Unternehmen will damit zeigen, wie Speicher helfen können, Netzengpässe zu vermeiden, Redispatch-Maßnahmen zu reduzieren und den Bedarf an zusätzlichem Netzausbau zu begrenzen. Auf diese Weise werde der Beitrag des Speichers zur Netzstabilität sichtbar.
„Angebot für Netzbetreiber, Wissenschaft, Politik und Regulierung“
Mit seinem neuen Tool will Eco Stor einen praxisnahen Nachweis dafür liefern, dass Batteriegroßspeicher auch in hoch ausgelasteten Netzregionen kontrolliert und netzverträglich integriert werden können.
„Mit dem Dashboard legen wir nicht nur die aktuellen Betriebsdaten offen, sondern auch die Entwicklung des Speichers über sein erstes Betriebsjahr hinweg und machen sichtbar, wie sich Betriebsstrategien und Steuerungsmechanismen kontinuierlich weiterentwickelt haben“, erklärt Georg Gallmetzer, Mitglied der Geschäftsführung von Eco Stor. „Wir zeigen, welche Erfahrungen wir gesammelt haben, wie sich Betriebsstrategien weiterentwickelt haben und wie der Speicher gelernt hat, sich immer besser an die Anforderungen des Netzes anzupassen. Diese Offenheit verstehen wir als ausgestreckte Hand und Angebot für Netzbetreiber, Wissenschaft, Politik und Regulierung.“
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: [email protected].
Please login to comment