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Stimmen der Energiewende: EWE-Chef Stefan Dohler, Energieenthusiast und Netzbetreiber, sucht faire Lösungen

Wir wollen von Stefan Dohler, Chef von EWE und Präsident des BDEW, wissen, wie er die bevorstehenden Aufgaben beim Netzausbau einschätzt und wie eine faire Teilung der Redispatch-Risiken zwischen Netzbetreibern und Betreibern vom Batteriespeichern und Erzeugungsanlagen aussehen könnte.
pv magazine

Als Chef von EWE und Präsident des BDEW steht Stefan Dohler auf zwei Seiten, auf der von Investoren in erneuerbare Erzeugungsanlagen und Batteriespeicher und auf der der Netzbetreiber, die diesen Zubau ermöglichen sollen. Er sucht dabei nach fairen Lösungen, die weitere Investitionen ins System ermöglichen und Kosten begrenzen. Im Podcast diskutieren wir das beispielsweise am Redispatch-Vorbehalt und den Netzanschlussverfahren.

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Stefan Dohler bezeichnet sich selbst als Energieenthusiast. Viel Energie benötigt er vor allem für seine verschiedenen Rollen, denn er ist gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der EWE, einem der größten Verteilnetzbetreiber und Energieversorger im Norden Deutschlands, und Präsident des Bundesverbands der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). In diesen Positionen zeigt er zwar Verständnis für die Ziele der Politik, die Kosten der Energiewende zu senken, kritisiert aber die Zersplitterung der Reformprojekte ohne Rücksicht auf die Frage, wie sie sich gegenseitig beeinflussen.

Im Podcast mit den beiden Gastgebern Stefan Müller von Enerparc und Michael Fuhs von pv magazine erklärt er, welchen Gegenvorschlag EWE und EnBW für den Redispatchvorbehalt im neuen Gesetzespaket haben. Sein Ziel dabei wäre, die Risiken durch den Redispatch fair zu verteilen und die Netzbetreiber zu einem schnellen Ausbau der begrenzten Betriebsmittel anzuregen. EWE habe seine Investitionen konzernweit in den letzten Jahren verdreifacht, berichtet er. Der Einstieg des Investmentfonds Adian bei EWE zeigt, dass die Netzinfrastruktur trotz des politischen Drucks attraktive Renditen abwerfen kann. 

Allerdings würden auch die Netzbetreiber durch Vorgaben der Bundesnetzagentur, die Investitionen ins Verteilnetz zu beschleunigen und Effizienzratings zu bestehen, immer stärker unter Druck geraten. Um hier schneller bauen zu können, verlangt er ein Beschleunigungspaket für den Netzausbau.

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