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Qualifizierungsoffensive soll Elektrohandwerk für Quereinsteiger, Helfer oder Monteure öffnen

Um dem wachsenden Bedarf durch Digitalisierung und Energiewende zu begegnen, startet der Elektrotechnik-Fachverband ZVEH ein Teilqualifizierungsprogramm. Die Inhalte orientieren sich an der Ausbildungsverordnung für Elektroniker in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik.
Photovoltaik, Handwerk, Solarmodul, Montage
Einen Weg für Ungelernte zur besseren Qualifikation – im Optimalfall bis hin zur Gesellenprüfung – will der ZVEH schaffen. | Foto: ArGe Medien im ZVEH

Die Elektro- und Informationstechnischen Handwerke sind das erste Gewerk in Deutschland, das ein vollständiges „Teilqualifizierungs-Set“ (TQ-Set) veröffentlicht. Nach Angaben des an der Initiative maßgeblich beteiligten Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) können Betriebe mit diesem Konzept Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Möglichkeit zum schrittweisen Quereinstieg eröffnen. Zielgruppe sind Menschen ab 25 Jahren, „für die aus unterschiedlichsten Gründen eine reguläre Berufsausbildung oder eine Umschulung keine Option darstellt“.

Das Programm soll dem durch Digitalisierung und Energiewende steigenden Bedarf an Fachkräften begegnen, versteht sich aber ausdrücklich nicht als Alternative zur regulären handwerklichen Ausbildung. „Nach wie vor ist die duale Berufsausbildung der Königsweg. Gerade in Zeiten, in denen die Ansprüche an die fachliche Qualifikation weiter steigen“, sagt Andreas Habermehl, ZVEH-Geschäftsführer Technik und Berufsbildung. Die modulare Weiterbildungsmöglichkeit stelle aber „einen neuen Lösungsansatz für einen Arbeitsmarkt dar, in dem Arbeitskräfte durch Migration und demografische Veränderungen immer öfter über einen heterogenen Bildungsstand verfügen.“

Das Teilqualifizierungs-Set für den Beruf „Elektroniker/-in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik“ hat der ZVEH entwickelt und mit dem Schulungsanbieter digi professionals ein Angebot zusammengestellt, das rein online oder auch als Kombination aus Online- und Präsenzmodulen absolviert werden kann. Es ist für eine schrittweise Qualifizierung modular aufgebaut und soll Betrieben ermöglichen, auch „formal gering qualifizierte“ Mitarbeiter wie etwa Quereinsteiger, Helfer oder Monteure für e-handwerkliche Tätigkeiten zu befähigen. Hierdurch könnten sich „Perspektiven bis hin zu einem vollwertigen Berufsabschluss“ eröffnen. Nach jedem Modul erfolgt eine interne Prüfung, und wer alle sieben Module erfolgreiche absolviert hat, kann nach einer „Externenprüfung“ einen Gesellenbrief erwerben.

Die Maßnahme kann nach ZVEH-Angaben bis zu 100 Prozent von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden, je nach Region sind auch Lohnkostenzuschüsse möglich. Für interessierte Betriebe gibt es Informationen zum Download (Login-pflichtig). Der ZVEH will auch mit einem kostenfreien Webinar am 26. beziehungsweise 30. Juni über die Teilqualifizierung informieren.

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Kommentare

uwe dyroff
Jun 11, 2026

Ich schicke mal «meine» norwegischen (sogenannten) Experten nach Deutschland für diese Maßnahme… 🤪