Neue Photovoltaik-Rekorde in Deutschland, Frankreich, Portugal und Spanien
Deutschland, Frankreich, Portugal und Spanien haben einer aktuellen Analyse von Aleasoft Energy Forecasting zufolge in der vergangenen Woche neue Rekorde bei der täglichen Produktion von Photovoltaik-Strom erzielt. Das spanische Beratungsunternehmen ermittelte, dass Deutschland am 28. Mai 503 Gigawattstunden Solarstrom erzeugte. Am selben Tag erreichte Frankreich 179 Gigawattstunden. Einen Tag später produzierten Spanien 265 Gigawattstunden und Portugal 32 Gigawattstunden.
Die neuen Bestmarken markieren eine weitere Rekordwoche für die Solarstromerzeugung in Europa. Bereits in der Vorwoche hatten Frankreich, Deutschland, Italien und Portugal neue Rekorde für die tägliche Solarstromproduktion im Monat Mai aufgestellt. Italien übertraf seinen bisherigen Mai-Rekord in der vergangenen Woche erneut und erreichte am 26. Mai 161 Gigawattstunden.

Die Aleasoft-Analyse der Strompreise zeigt, dass der durchschnittliche Wochenstrompreis in den belgischen, britischen, niederländischen, deutschen und nordischen Strommärkten gesunken ist. Als Gründe nennt das Unternehmen die höhere Erzeugung aus Photovoltaik und Windenergie sowie eine geringere Stromnachfrage.
Frankreich, Portugal und Spanien ebenso wie Italien verzeichneten demnach trotz der neuen Rekorde bei der Solarstromproduktion im Wochenvergleich höhere durchschnittliche Strompreise. Nach Angaben von Aleasoft war dies auf eine rückläufige Windstromerzeugung und eine gestiegene Nachfrage zurückzuführen.
Der durchschnittliche Strompreis lag in allen untersuchten Märkten unter 95 Euro pro Megawattstunde, mit Ausnahme des britischen und des italienischen Marktes. Dort wurden Durchschnittswerte von 121,97 Euro beziehungsweise 123,58 Euro pro Megawattstunde registriert. Der nordische Strommarkt wies mit 48,37 Euro pro Megawattstunde den niedrigsten Wochenwert auf. Für die laufende Woche erwartet Aleasoft in den meisten Märkten einen Anstieg der durchschnittlichen Strompreise. Ausschlaggebend seien eine geringere Solarstromproduktion und eine höhere Nachfrage.

Die Analyse der TTF-Gasterminkontrakte an der ICE-Börse zeigt zudem, dass die Preise am 25. Mai mit 45,43 Euro pro Megawattstunde ihren niedrigsten Abrechnungskurs der Woche erreichten. Bereits am folgenden Tag stiegen sie auf den Wochenhöchstwert von 47,47 Euro pro Megawattstunde. Zum Ende der Woche notierten die TTF-Gasterminkontrakte bei 46,00 Euro pro Megawattstunde und damit 5,5 Prozent niedriger als eine Woche zuvor.
„Der Konflikt im Nahen Osten beeinflusste auch in der vierten Maiwoche die Entwicklung der Preise für TTF-Gasterminkontrakte“, erklärte Aleasoft. „Die Erwartungen an eine Einigung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran wirkten preisdämpfend und hielten die Notierungen unter 50 Euro pro Megawattstunde. Niedrige europäische Gasspeicherstände und eine durch hohe Temperaturen bedingte höhere Nachfrage begrenzten jedoch weitere Preisrückgänge.“

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