Deutliche Mehrheit für den Ausbau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen
Der Ausbau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen stößt in Deutschland weiterhin auf breite Zustimmung. Laut einer von der Fachagentur Wind und Solar beauftragten und vom Meinungsforschungsinstitut forsa durchgeführten repräsentativen Umfrage halten 69 Prozent der Befragten den Ausbau für wichtig. 68 Prozent stehen Solarparks grundsätzlich positiv gegenüber, 67 Prozent befürworten sie auch im eigenen Wohnumfeld.
Die Ergebnisse deuten damit auf eine stabile gesellschaftliche Akzeptanz für große Photovoltaik-Anlagen hin, auch wenn es um lokale Projekte weiterhin Diskussionen gibt. Selbst in der unmittelbaren Nachbarschaft bleibt die Zustimmung demnach auf ähnlich hohem Niveau wie in der Gesamtbevölkerung. Denn viele Befragte verbinden Freiflächenanlagen klar mit energiepolitischen Vorteilen. Besonders häufig genannt werden ihr Beitrag zur Unabhängigkeit von Energieimporten, zur Reduzierung außenpolitischer Abhängigkeiten sowie zur Versorgungssicherheit.
Ein Großteil der Befragten spricht sich dafür aus, den bisherigen Ausbau erneuerbarer Energien mindestens im bisherigen Tempo fortzuführen. Auch die Erwartung an die Politik, den Ausbau von Solarparks aktiv zu unterstützen, bleibt parteiübergreifend hoch.
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Gleichzeitig haben die Befragten aber auch einige zentrale Erwartungen: 85 Prozent ist es wichtig, dass für Solarparks keine oder möglichst wenig landwirtschaftliche Nutzfläche verloren geht. 71 Prozent legen zudem Wert darauf, dass das Landschaftsbild möglichst wenig beeinträchtigt wird.
Wie die Fachagentur am Dienstag mitteilte, wurde die Umfrage im März 2026 durchgeführt. Bundesweit wurden demnach insgesamt 1001 Menschen über 18 Jahre über ein repräsentatives digitales Onlinepanel mittels Fragebogen befragt.
Weiteres Thema waren Gründe für die Anschaffung einer Solaranlage auf dem Dach oder Balkon. Hier nannten die Befragten vor allem die Absicherung gegen steigende Strompreise, langfristige wirtschaftliche Vorteile, den eigenen Beitrag zum Klimaschutz sowie eine unabhängige Stromversorgung. Attraktive Förderbedingungen hingegen sind demnach nur für ein Fünftel der Befragten mit einer Photovoltaik-Anlage ein wichtiger Faktor.
Mit Blick auf die energiepolitische Zukunft Deutschlands befürwortet etwa die Hälfte der Befragten einen Wiedereinstieg in die Atomkraft. Ein knappes Drittel spricht sich für weitere Investitionen in Gaskraftwerke aus, ein knappes Viertel für ein Festhalten an der Kohleverstromung.
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