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Towergy plant Serienfertigung für Großwärmepumpe in Turmbauweise

Auf der Bremer Überseeinsel geht Ende Juni erstmals ein sogenannter Klimaturm des Unternehmens Towergy in Betrieb. Die vertikale Luft-Wasser-Großwärmepumpe soll den Klimacampus Bremen sowie benachbarte Künstlerateliers mit Wärme versorgen.
Nach Angaben von Towergy soll die vertikale Bauweise insbesondere dort Vorteile bieten, wo Flächen knapp sind. | Image: Towergy

Das Bremer Unternehmen Towergy will Ende Juni seinen ersten Klimaturm in Betrieb nehmen. Die Anlage auf der Überseeinsel in Bremen basiert auf einer Luft-Wasser-Großwärmepumpe und ist für die Versorgung von Quartieren und verdichteten Wohngebieten mit Wärme und Kälte ausgelegt. Nach Angaben des Unternehmens kann das System je nach Gebäudestandard bis zu 400 Neubauwohnungen oder rund 200 Bestandswohnungen versorgen.

Der zum Patent angemeldete Klimaturm kombiniert die Wärmepumpe mit der erforderlichen Heizungs-, Pumpen- und Elektrotechnik in einem vertikalen Bauwerk. Die Luft wird über alle vier Seiten des Turms angesaugt und über die Spitze wieder abgeführt. Die Anlage wird in vier Leistungsklassen zwischen 0,3 und 1,5 Megawatt thermischer Leistung angeboten, die Bauhöhe liegt je nach Ausführung zwischen 11 und 14 Metern.

Neben der eigentlichen Wärmeerzeugung setzt das Unternehmen auf eine digitale Betriebsführung. Eine selbstlernende Steuerung soll Wetterprognosen, Strompreise sowie den erwarteten Wärme- und Kältebedarf berücksichtigen und den Betrieb der Anlage entsprechend optimieren. Ziel ist es, die Wärmepumpe bevorzugt in Zeiten mit niedrigen Strompreisen und hoher Verfügbarkeit erneuerbarer Energien zu betreiben.

Entwickelt wurde das System von den Towergy-Gründern Tobias Werner und Rolf-Peter Strauß, Professor für Energietechnik an der Hochschule Bremen. Das Unternehmen wurde 2025 gegründet und konzentriert sich auf die Entwicklung, den Bau und den Vertrieb der Anlagen. Für Ende des Jahres plant Towergy nach eigenen Angaben den Start einer Serienproduktion in einer Halle in Bremerhaven.

Nach Angaben von Towergy soll die vertikale Bauweise insbesondere dort Vorteile bieten, wo Flächen knapp sind. Integrierte Schalldämpfer sollen die Geräuschemissionen reduzieren. Das Unternehmen gibt für die größte Ausführung einen Schalldruckpegel von weniger als 35 Dezibel in zehn Metern Entfernung an.

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