Mit dem neuen skalierbaren Komplettsystem „LADE one“ sollen große Infrastrukturprojekte schnell umsetzbar sein. Das AC-System ermögliche ein- und dreiphasiges Laden bis 22 Kilowatt und sei auf bidirektionales Laden vorbereitet, teilte das Mainzer Unternehmen Lade am Mittwoch mit. Noch in diesem Monat sollen erste Projekte mit dem neuen Ladesystem realisiert werden.
In der Komplettlösung sind dem Anbieter zufolge Wallboxen, Verkabelungssystem, Steuerung und Energiemanagement integriert. „LADE one“ lasse sich als Plug-and-Play-System installieren, was Zeit, Kosten und Komplexität gegenüber Stromschienen- oder Flachkabelsystemen deutlich senken soll. „Auch große Stellplatzanlagen lassen sich aufgrund der ins System integrierten Kabelführung mit deutlich reduziertem Installations- und Materialaufwand kostengünstig ausstatten oder für eine spätere Installation vorbereiten“, heißt es vom Unternehmen weiter. Zusätzliche Wallboxen ließen sich zudem innerhalb von Minuten integrieren.
Bei dem System könnten mehrere Ladepunkte über eine mit 63 Ampere abgesicherte Zuleitung betrieben werden. Integrierte FI/LS-Schalter machten zusätzliche Komponenten überflüssig. Ein MID-geeichter Zähler sei ebenfalls bereits enthalten. Für das zweite Halbjahr soll es zudem eine eichrechtskonforme Variante von „LADE one“ geben. Offene OCPP- und Modbus-Schnittstellen sorgten darüber hinaus für große Flexibilität und Herstellerunabhängigkeit.
Hardwareseitig ist „LADE one“ dem Mainzer Unternehmen zufolge bereits für das bidirektionale Laden vorbereitet. Die Funktion soll nach Anpassung der regulatorischen Rahmenbedingungen einfach per Software-Update aktiviert werden können. Gemeinsam mit den Fraunhofer-Instituten ISE und IAO sowie weiteren Forschungseinrichtungen und namhaften Industriepartnern sei Lade im Forschungskonsortium „BiFflex Industrie“ aktiv. Dabei geht es um die Entwicklung technologischer Grundlagen für netzdienliche und wirtschaftliche Anwendungen des bidirektionalen Ladens.
Der Energiemanager „LADE genius“ übernimmt die Steuerung der Ladeinfrastruktur, unterstützt von der eigenen KI-Plattform „Lana“. Das System geht dabei über das herkömmliche dynamische Lastmanagement hinaus und ermittelt den tatsächlichen Ladebedarf, erstellt automatisiert optimierte Ladepläne und berücksichtigt Netz- und Speicherleistung, Erneuerbaren-Erzeugung und variable Stromtarife. Damit könnten auch bei wenig leistungsstarken Netzanschlüssen die Bedürfnisse vieler Kunden erfüllt und die Energiekosten reduziert werden, so Lade weiter.
Zusätzlichen Rückenwind für seine Lösung erhofft sich das Unternehmen durch die Unterstützung der Bundesregierung beim Ausbau der Ladeinfrastruktur. So stellt sie insgesamt 500 Millionen Euro für die Umsetzung von Ladeparks für Wohnungs- und Immobilieneigentümer zur Verfügung.
„Wir sehen aktuell viele Projekte, bei denen genau jetzt die Grundlage für die nächsten 10 bis 15 Jahre geschaffen wird“, sagt Lade-Geschäftsführer Dennis Schulmeyer. „Die Kombination aus unserem skalierbaren System und der großzügigen staatlichen Förderung kann uns einen großen Schritt in Richtung einer klimafreundlichen Mobilität und eines zukunftsfähigen Energiesystems bringen.“
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Was für eine bequeme und komfortable Welt wir unseren Kindern hinterlassen! Alles ist nur noch Komfortzone!
Diese Ladeparkhaus – Idee ist brilliant, und zukünftig wird es sicher solche Parkhäuser geben. Die Autos werden wahrscheinlich selbstständig, also automatisiert, auf die Stellplätze fahren. Vor dem Parkhaus darf man aussteigen, und sich in den Konsum und in die Konditorei zu Fuss bewegen. Wenn man nicht einen Streetscooter benutzt, um es komfortabler zu haben.Der geprüfte Parkhausmeister Horst Friedrich koppelt die einfahrenden und ausfahrenden BEV an die Stromverbindung , und verbrennt so immerhin ein paar tausend Kilojoule am Tag. Handwerkliche Arbeit wird immer mehr zum gesundheitsfördernden Sport , und verhindert Wohlstands- Adipositas-Krankheiten.
„[…] in den Konsum und in die Konditorei zu Fuss bewegen […]“
Voll cringe, Sind Sie hundert? ;-D
was mir sofort aufgefallen ist: der Stecker ist der einfache Typ2; NUR AC !!
WIE SOLL DENN DA „bidirektionales“ Laden technisch erfolgen?
So ein Unsinn. Da muss mindestens der CCS2 hin oder er wird später nachgerüstet. Aber wird nicht behauptet es braucht NUR Software. Ich verstehe es nicht.
@BotU: Bidirektionales laden ist auch per AC möglich, wenn ein bidirektionales Ladesystem im Fahrzeug verbaut ist.
Je nach Fahrzeug-Hersteller wird bidirektionales Laden per AC oder DC realisiert.