Jinko Solar stellt modularen Heimspeicher, Plug-in Heimspeicher und Wechselrichter vor

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Der Modulhersteller Jinko Solar nimmt neue Produkte in sein Portfolio auf. Doch neben neuen Solarmodulen für gebäudeintegrierte Photovoltaik-Lösungen stellte der Hersteller auf der The smarter E mehrere Speichersysteme vor.

„Wir sehen den Speichermarkt da, wo der Modulmarkt vor zehn Jahren war“, sagt Frank Niendorf, Jinko Solars General Manager Europe, dem pv magazine auf der Pressekonferenz auf der The Smarter E Messe in München. „Ohne Speichertechnologie sind die Ziele, die sich der europäische Markt gesetzt hat, nicht erreichbar. Von daher ist es für uns der logische Schritt, unser Produktportfolio um ein Speicherprodukt zu erweitern“.

Mit der Lösung „JKS-BXXX37-CS“ richtet sich der Hersteller an den Markt für Einfamilienhäuser. Der Lithium-Eisenphosphat-Speicher ist in Kapazitäten von 7,1 Kilowattstunden bis 21,31 Kilowattstunden erhältlich. Die Ausgangsspannung liegt zwischen 191 und 576 Volt. Je nach Systemgröße beträgt die Lade- und Entladeleistung zwischen 4,26 Kilowatt und 12,78 Kilowatt. Die Batterie soll über 6000 Zyklen überstehen. Eine Garantie wird für 10 Jahre gegeben.

Zunächst ist die Batterie mit Wechselrichter der Hersteller Goodwe, Solis, Hoymiles, Sermatec, ATESS, Sinexcel, Luxpower und Sunways kompatibel. Die Kompatibilität mit anderen Herstellern soll folgen. Neben dem modularen Speicher geht Jinko Solar auch mit dem Modell „JKS10.2K-5HLVS“ an den Markt. Die Lösung vereint Speicher und Hybridwechselrichter. Die Speicher wurde nicht von Jinko Solar, sonderm einem Partner entwickelt. Es handele sich bei dieser Beziehung jedoch um mehr als eine reine „White Label“-Lösung bei der die fertigen Produkte nur noch mit dem gewünschten Firmenlogo versehen werden.

Niendorf schließt nicht aus, dass Jinko Solar sein Portfolio in Zukunft noch um weitere Produkte jenseits von Photovoltaik-Modulen erweitert wird. Allerdings bleibe es wichtig, dass der Hersteller trotzdem seine Kernkompetenz im Modulbereich nicht aufgibt. Dennoch sei es wichtig, auch neue Geschäftsfelder zu bespielen und dafür auch neue Partnerschaften zu knüpfen und auch bestehenden Vertriebswege zu nutzen, um die Speicher schnell zu Kunden zu bringen.

Der Vertrieb der Speicherprodukte startete am heutigen Mittwoch in den Märkten der DACH-Region, also Deutschland, Österreich und der Schweiz, exklusiv über den Großhändler Memodo. Mit dem kundennahen Einblick schätzt Memodo, dass Interessenten von Photovoltaik-Anlagen immer mehr eine Gesamtlösung im Blick haben, anstatt viele Einzelkomponenten immer wieder neu miteinander zu kombinieren. „Der Prosumer wird sich für eine gesamte Systemwelt entscheiden“, kommentiert Christoph Schön, Vice President Global Sales und Marketing beim Großhändler Memodo. „Und das wird ein ganz entscheidender Faktor für die Volumen bei Speichern sein. Die Kunde will weg von Einzelkomponenten und hin zur Gesamtlösung vom Modul bis zum EV-Charger.“

Gründer und Geschäftsführer von Memodo, Daniel Schmitt, fügt hinzu, dass er aktuell sieht, dass 80 Prozent der Photovoltaik-Anlagen, die in Deutschland aktuell gebaut werden, mit einem Speicher kommen. Für die Zukunft geht er davon aus, dass sogar jede Anlage mit einem Batteriespeicher gebaut wird. Auch ein europaweiter Roll-out der Jinko Speicherprodukte, sei geplant. Man arbeite daran, dass es noch in diesem Jahr so weit ist.

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