Sponsored: Sungrows neues Speichersystem ist modular mit integriertem Energiemanagementsystem

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Die ersten Geräte Ihres neuen Batteriespeichers treffen in diesen Tagen in Deutschland ein. Ihre Partner und die Installateure konnten das Gerät also noch nicht sehen oder ausprobieren. Was können Sie erwarten?

Andrea Polini, Produktmanager für Hybrid- und ESS Distribution, Sungrow: Das Batteriesystem besteht aus einer Bodenplatte mit höhenverstellbaren Füßen. Darauf stapelt man dann mindestens drei identische Batteriemodule. Jedes Modul hat zwei stabile Griffe an der Oberseite mit denen es eine Person anheben und tragen kann. Es wiegt 33 Kilogramm und kann 3,2 Kilowattstunden speichern. Es wird einfach ein Modul auf das andere gestapelt, zwischen den Modulen ist keinerlei Verkabelung nötig. Nach maximal acht Modulen bei 25,6 Kilowattstunden kommt eine Abdeckkappe obendrauf. Der Stromkreis bleibt dabei so lange offen, bis die gesamte Batterie zusammengesetzt ist. Der Installateur muss also nie unter Spannung arbeiten.  Zum Schluss wird noch seitlich ein Trennschalter eingeschoben. An diesem Element befinden sich dann die vier Anschlüsse für den Wechselrichter. Das ist alles sehr klar und übersichtlich.

Was befindet sich im Inneren der Batteriemodule?

Wir nutzen die neueste Lithium-Eisenphosphat-Technologie, die extra für uns entwickelt wurde. Wir haben das Gehäuse, das Batteriemanagementsystem und die Sensoren selbst entworfen und aufeinander abgestimmt, so dass wir ein System mit einem sehr geringen Volumen und einer hohen Energiedichte im Vergleich zur Konkurrenz haben. Das Speichersystem hat ein eigenes Batteriemanagementsystem. Es erhält Messdaten aus jeder Zelle, aus jedem Modul auch für die Gesamtbatterie. Es kalkuliert selbstständig den Ladezustand und gibt diese Informationen an den Hybridwechselrichter weiter. Es schätzt den Alterungszustand (State of Health) der Batterie und gibt eine Empfehlung für die geeignete Stromstärke ab, mit dem der Wechselrichter laden und entladen darf. Das wird alles schon auf der Batterieseite entschieden.

Wenn die Batterie in sich komplett ist, könnte man das System auch an einen bereits vorhandenen Wechselrichter anschließen, der nicht von Sungrow stammt?

Tatsächlich ist die Batterie auch als Stand-alone-Lösung nutzbar, aber strategisch verkaufen wir sie derzeit nur im Paket mit unserem Hybridwechselrichter. Die Batterie ist darauf getrimmt mit unserem Wechselrichter perfekt zusammenzuarbeiten. Dafür benutzen wir ein proprietäres Protokoll. Zwar kann das Batteriemanagement auch CAN-Bus-Protokolle verarbeiten, aber das würde auf unserer Seite noch etwas Arbeit erfordern, um Kompatibilität zu anderen Marken herzustellen und das ist derzeit nicht geplant.

Wie sieht es dann mit der Möglichkeit zur Nachrüstung aus?  

Zu unserer neuen Lösung gehört der neue dreiphasige Hybrid-Wechselrichter SH-RT mit fünf, sechs, acht oder zehn Kilowatt. Wenn Sie nur einen neuen Speicher zur vorhandenen Installation nachrüsten wollen, können Sie den Hybrid-Wechselrichter an das bestehende Photovoltaik-System anschließen. Mit seinem eigenen Energymeter misst er die Netzeinspeisung und passt die Ladeleistung entsprechend an. Falls man aber einen neuen Wechselrichter installieren muss, zum Beispiel bei Anlagen, die nach 20 Jahren auf Eigenversorgung umgerüstet werden, könnte man beispielsweise einen 15-Kilowatt Photovoltaik-Wechselrichter mit einem 10-Kilowatt-Hybridwechselrichter kombinieren, um damit die 16 oder 19-Kilowattstunden-Batterie zu laden. Beide lassen sich in unserer iSolarCloud aufsetzen. Und dann können Sie den Strom nutzen, der anderenfalls ins Netz fließen würde.

Die Anschlussleiste des neuen dreiphasigen Hybrid- Wechselrichters SHxxRT.

Foto: Sungrow

Die andere Möglichkeit wäre, gar keinen Photovoltaik-Wechselrichter zu kaufen, sondern zwei Hybrid-Wechselrichter zu nutzen oder sogar drei nebeneinander. Das ist möglich. Unsere Hybridgröße ist fünf bis zehn Kilowatt. Um 25 Kilowattpeak zu bedienen, reicht es aus zwei 10er Geräte zu kaufen. Die haben eine DC/AC-Ratio von 1,5 und jeder zwei Maximum Powerpoint Tracker, so dass man bis zu 15 Kilowatt herausbekommt. Dann hat man die Flexibilität, zwei Batterien anschließen zu können. Man könnte die eine jetzt kaufen und die andere später. Der Hybrid ist ja bereits ein Photovoltaik-Wechselrichter auch ohne Batterie, und der Preisunterschied gegenüber einem reinen Photovoltaik-Wechselrichter ist nicht groß. Wir arbeiten auch an weiteren Lösungen für den Markt der Ü20-Anlagen bis 25 Kilowatt. Das ist ein wichtiger Markt für uns.

Sie bieten also auch weiterhin reine Photovoltaik-Wechselrichter an und stellen nicht die gesamte Palette auf Hybride um?

Der SG-RT ist ein reiner Photovoltaik-Wechselrichter der neuen Generation, dessen Design mit dem SH-RT vergleichbar ist. Aber unsere Photovoltaik-Wechselrichter können nicht einfach zu Hybriden umfunktioniert werden, da sie hochspezialisierte Komponenten enthalten. Wir reservieren die höchste Effizienz und Performance dem traditionellen Photovoltaikwechselrichter, den es in Größen bis zu 20 Kilowatt gibt, während es den Hybrid im Moment nur bis 10 Kilowatt gibt. Wir sehen natürlich den Trend in Deutschland zu Hybridgeräten. Aber ich denke auch mit traditionellem Photovoltaik-Wechselrichter und ergänzenden Hybrid-Wechselrichtern lassen sich schöne Kombinationen bauen, zumal der Hybrid eine sehr hohe Batteriekapazität beladen kann, bis zu 25,6 Kilowattstunden. Daher ist auch die Kombinationen sinnvoll und wichtig und der Preisunterschied ist, wie gesagt, gering.

Wenn der Strombedarf im Haushalt wächst, kann man entweder die bestehende Batterie erweitern und Module zukaufen oder ein zweites paralleles System installieren. Was spricht für die jeweilige Variante?

Die Batteriekapazität kann jederzeit erweitert werden. Allerdings, wenn man später ein Modul hinzunimmt, verlängert sich die Laufzeit der Garantie nicht. Die Garantiezeit für das gesamte System startet, wenn es zum ersten Mal installiert wird. Wir bieten eine Vollersatzgarantie über zehn Jahre an und garantieren einen bestimmten Energiedurchsatz. Bevor Sie sich für die eine oder andere Variante entscheiden, können Sie ganz einfach den Zustand der Batterie in unserer iSolarCloud-App abrufen. Dort sehen Sie die maximale Entlademenge und können diese mit dem garantierten Energiedurchsatz in der Garantie vergleichen. Und man sieht auch sofort den geschätzten Alterungszustand. Das heißt, ich kann mich vor einer Erweiterung vergewissern, ob es günstiger wäre, ein neues Modul zu integrieren oder lieber ein neues Batteriesystem an dem zweiten Hybrid-Wechselrichter zu starten. Wir setzen gerade einen Prozess für Installateure auf, der helfen soll, genau diese Entscheidung zu vereinfachen.

Welche Möglichkeiten bietet das Energiemanagement im Zusammenspiel mit Wärmepumpen?

Für Wärmepumpen haben wir einen digitalen Port, der in der App konfiguriert werden kann und die Wärmepumpe startet, wenn die Menge an Solarstrom ausreicht. Manche Wärmepumpen haben auch unterschiedliche Arbeitsmodi, zum Beispiel den Hochenergiemodus, bei dem sie Wärme puffern, wenn viel Energie vorhanden ist, oder einen Niedrigenergiemodus. Wir können die Wärmepumpe in den Hochenergiemodus wechseln lassen, um die Nutzung des Solarstroms zu erhöhen. Für die nächsten Versionen evaluieren wir auch, modulierende Wärmepumpen entlang der Solarproduktion direkt zu steuern, das könnte ein interessantes Feature sein.

Das wäre auch eine Funktion, die im Zusammenspiel mit Wallboxen interessant sein könnte.

Ja, das stimmt. Aber unser System verfügt über TCP/IP-Kommunikation über Modbus, so dass es auch einfach in bestehende Energiemanagementsysteme integriert werden kann. Unsere Vertriebspartner in Deutschland arbeiten mit verschiedenen Energiemanagern, um Kunden eine Komplettlösung mit Wärmepumpe und Wallbox anzubieten. Daher ist für uns diese offene Kommunikation wichtig. Ich denke, es ist eine gute Lösung, wenn sich der Hybrid dort einfügt und übermittelt bekommt, mit wieviel Leistung er entladen soll oder wie viel Energie in der Batterie als Reserve verbleiben sollen.

Welches ist der geeignetste Platz für die Aufstellung der Batterie?

Ein Batteriemodul mit 3,2 Kilowattstunden Kapazität wiegt 33 Kilogramm.

Foto: Sungrow

Die Batterie kann sogar im Freien aufgestellt werden, man benötigt nur eine Überdachung zum Schutz vor Wind und Wetter. Die Outdooraufstellung ist eigentlich ein Feature, das wir für den australischen Markt benötigen, denn dort ist vorgeschrieben, dass man den Batteriespeicher nicht im Wohnhaus unterbringen darf. In Deutschland ist das zwar erlaubt, aber wenn wenig Platz vorhanden ist, hat man dadurch noch zusätzliche Möglichkeiten, den Batteriespeicher aufzustellen. Wir erlauben Temperaturen zwischen -25 und 60 Grad. Die Batterie wird dadurch nicht geschädigt. Für eine optimale Performance sind aber gleichbleibende Temperaturen vorteilhaft. Falls es der Batterie zu kalt oder zu warm werden sollte, würde das Batteriemanagement dem Wechselrichter empfehlen, mit niedrigerer Leistung zu laden und zu entladen, um die Zellen zu schonen.

Sie können Andrea Polini auf der Intersolar am Stand B5-310 treffen.

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