Trendforce erwartet mehr als 120 Gigawatt weltweite Modulnachfrage für 2019

Teilen

Trendforce hat am Mittwoch eine Prognose für die Entwicklung der globalen Photovoltaik-Nachfrage im zweiten Halbjahr abgegeben. Trotz einer temporär rückläufigen Nachfrage nach Modulen im dritten Quartal rechnen die Analysten mit damit, dass 2019 die Marke von 120 Gigawatt noch übertreffen werden könnte. Als Folge der neuen chinesischen Politik bei der Solarförderung, die im vergangenen Jahr beschlossen wurde, hätten die Hersteller des Landes aktiv die Expansion ins Ausland vorangetrieben. Als Folge verteile sich der Photovoltaik-Zubau immer stärker.

Nach einer Auswertung der Analysten haben sich die chinesischen Modulexporte von Januar bis Mai gegenüber dem Vorjahr auf 28,5 Gigawatt fast verdoppelt. Gegenüber der Zeit vor dem chinesischen Photovoltaik-Politikwechsel im Mai 2018 sei es sogar ein Anstieg um fast 93 Prozent. Von Juni bis Dezember 2018 verzeichnete Trendforce chinesische Photovoltaik-Exporte von 26,3 Gigawatt. Vor allem Europa sei nach dem Wegfall des Mindestimportpreises im Herbst 2018 verstärkt in den Fokus der chinesischen Photovoltaik-Hersteller gerückt. Nach dem Auslaufen des Undertakings Anfang September seien die chinesischen Modulexporte nahezu in jedem Monat weiter angestiegen.

Dies habe auch zur Folge, dass der europäische Photovoltaik-Markt wieder aufstrebend sei. Die taiwanesischen Analysten gehen für das Gesamtjahr von 125,5 Gigawatt Modulnachfrage aus – ein Anstieg um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Trend werde sich voraussichtlich auch 2020 fortsetzen. Für das laufende Jahr sei zu erwarten, dass die Zahl der globalen Gigawatt-Märkte von 16 auf 21 steigen wird. Die Länder mit der größten Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen werden dabei China, USA, Indien, Japan und Australien sein. Gleichzeitig werde 2019 in Europa die Modulnachfrage von 11,9 auf 21,8 Gigawatt im Jahresvergleich steigen. 2020 könnten es dann 24 Gigawatt sein. Neben Europa gebe es aber auch aufstrebende Märkte in anderen Regionen der Welt, etwa in Südamerika, dem Mittleren Osten und Afrika, die jeweils mindestens zwei bis drei Länder mit einem Zubau im Gigawatt-Maßstab vorweisen könnten.