Eon schließt Übernahmeangebot für Innogy ab

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Den Löwenanteil an Innogy – insgesamt 76,8 Prozent – soll Eon von RWE bekommen. Für die übrigen Anteile hat der Energiekonzern den Minderheitsaktionären ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot gemacht und auf diesem Wege weitere 9,4 Prozent eingesammelt. Falls die Behörden keine Einwände haben, wird der Gesamtanteil Eons an Innogy nach Vollzug der Transaktion also bei 86,2 Prozent liegen.

Eon-Finanzchef Marc Spieker zeigt sich laut Pressemitteilung mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Schon mit dem vereinbarten Erwerb der RWE-Mehrheitsbeteiligung habe Eon alle notwendigen Handlungsspielräume, um Innogy zu integrieren: „Davon unabhängig freuen wir uns sehr, dass wir viele weitere Innogy-Aktionäre von unserem Angebot überzeugen konnten.“ Erwartungsgemäß hätten zahlreiche Fonds aufgrund interner Vorgaben ihre Aktien nicht andienen können. Schon bei Vorlage des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots war Eon nicht davon ausgegangen, nach dessen Ende ein Squeeze-out der restlichen Minderheitsaktionäre vornehmen zu können – dafür müsste Eon insgesamt mehr als 90 Prozent der Innogy-Anteile besitzen.

Wie Eon weiter mitteilt, ist damit das freiwillige öffentliche Übernahme­angebot erfolgreich abgeschlossen. Jetzt will das Unternehmen die nächsten Schritte zur Umsetzung der Transaktion angehen.

Eon, RWE und Innogy hatten sich am 19. Juli darauf geeinigt, Innogy zwischen RWE und Eon aufzuteilen und die Geschäftsaktivitäten anders zu sortieren. Im Kern geht es um 76,8 Prozent Anteile, die RWE an Innogy hält und die Eon nun durch einen weitreichenden Tausch von Geschäftsaktivitäten und Beteiligungen erwerben will. Zudem soll das Geschäft mit erneuerbaren Energien unter dem Dach von RWE ansiedelt werden, während Eon sich auf Energienetze und Kundenlösungen fokussieren will. Bei der Transaktion, nach deren Abschluss Innogy vollständig im Eon-Konzern integriert sein soll, handelt es sich um eine der größten Fusionen im deutschen Energiesektor.