Milk the Sun sucht PV-Freiflächenanlagen für Studie zu Reinigungseffekten

Milk the Sun will mit einer umfangreichen Studie herausfinden, wann sich die Reinigung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Deutschland wirtschaftlich lohnt. Dies bedeute, dass der finanzielle Aufwand für die Reinigung durch die Mehrerträge der gesäuberten Solarmodule mehr als gedeckt werde. Darüber hinaus dürfen bei einer professionellen Reinigung durch die eingesetzten Reinigungsmittel und Gerätschaften sowie dem fachkundigen Personal keine Schäden an der Solaranlage entstehen, wie es bei dem Berliner Portal heißt. Milk the Sun sucht dafür nun nach bis zu 20 Betreibern von Photovoltaik-Freiflächenanlagen über ganz Deutschland verteilt, möglichst mit unterschiedlichen Modultypen, Anstellwinkeln und örtlichen Gegebenheiten. Bei ihnen sollen dann die Effekte der Reinigung im Zuge der Studie geprüft werden.

Zu den Rahmenbedingungen heißt es weiter, dass die Reinigung per Hand erfolge, also ohne Einsatz von Robotern oder Reinigungsfahrzeugen, mittels geprüfter Hochgeschwindigkeitsbürsten von Cleantecs. Zudem werde ausschließlich entmineralisiertes Wasser ohne zusätzliche Reinigungsmittel verwendet. Eine Grundvoraussetzung für die Teilnahme sei, dass zwei identische Modulflächen an baugleichen, aber getrennten Wechselrichtern mit einem lückenlosen Monitoring gereinigt werden könnten. Die zu reinigende Fläche sollte eine Modulleistung von +/- 30 Kilowatt abbilden, wie es weiter hieß. Die Photovoltaik-Anlagen sollten über mindestens drei Megawatt Leistung verfügen, vor Ende 2013 ans Netz gegangen und noch nie gereinigt worden sein.

Die Reinigung der Testflächen erfolge kostenlos. Der Betreiber müsse nur gewährleisten können, dass die Reinigung im März erfolgen kann und ab der Reinigung ein lückenloses Reporting über die Leistung der beiden Strings für die Testzeit von sechs Monaten zur Verfügung gestellt wird, wie es bei Milk the Sun weiter heißt. Das Monitoring und die Auswertung der Daten werde dann von Meteocontrol vorgenommen.

Die Ergebnisse fließen im Zuge einer Wirtschaftlichkeitsrechnung schließlich in die Studie ein, die nach Abschluss der Testphase im Herbst 2017 von Milk the Sun veröffentlicht werden wird. Dann will das Berliner Unternehmen endgültig klären, ob sich die Reinigung wirtschaftlich lohnt. Bei Photovoltaik-Freiflächenanlagen, die keinen offensichtlichen Emissionen ausgesetzt sind und durch den Anstellwinkel der Module eigentlich durch ablaufendes Regenwasser gereinigt werden, ist dies bislang noch nicht eindeutig erwiesen. (Sandra Enkhardt)

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